So, Buch angekommen, Freude groß! Und dazu hatte ich natürlich den richtigen Soundtrack auf den Lippen (vielen Dank an Löwenzahn für den Link!).
Ich finde den Song toll. Kann gar nicht verstehen, daß der nie im Fernsehen oder Radio läuft… Vor allem die Stelle „Denn zum Glück gibt’s die Packstation – und sie hat immer für mich Zeit“. Diese Stelle drückt ja auch eine gewisse Melancholie aus.
Übrigens handelt es sich tatsächlich um eine der Packstationen, die nicht Adventskalendermäßig mit irre vielen Türchen ausgestattet sind. Stattdessen surrt es im Inneren und dann kommt wohl das gesuchte Paket an eine der wenigen vorderen Türen geschnurrt. Da entfällt leider das lustige Raten: Hinter welchem Türchen ist mein Päckchen?
Etwas enttäuscht mußte ich feststellen, daß nicht nur Packstation-Goldkarten-Inhaber an der Packstation hantieren dürfen. Tatsächlich gibt es eine „Packstation für alle“, so daß anscheinend jeder dort Pakete aufgeben kann und man auch mit diesem Benachrichtigungsschein, der gelegentlich im Briefkasten liegt, sein Paket abholen kann. Oh Gott, ich seh schon die ganzen Omas mit ihrem Benachrichtigungsschein an dem Ding stehen…
Was? Jeder kann da ran, mit einer läppischen blauen Benachrichtigungskarte?! Gibt’s doch gar nicht. Hier hab ich das noch nie gesehen, obwohl ich das irre praktisch finden würde, dass sie meine in Abwesenheit zuzustellenden Sachen einfach in die Packstation legen statt mich zum Filialbesuch zu nötigen.
Übrigens kriege ich gar keinen blauen Benachrichtigungskarten mehr, denn die Post-Leute kopieren die einfach auf ganz normales Papier. Krass, oder? Die Post weiß, wie man spart.
Also, am Anfang muß man ja auf dem Bildschirm rumtatschen und da gab es eben zwei Möglichkeiten „Für Karteninhaber“ und „Packstation für alle“. Da hab ich noch mal draufgetatscht und es sah so aus, als könnte man da irgendwo diese Karte einwerfen oder auch einfach Pakete aufgeben. Aber ich kann mir auch vorstellen, daß einige gar nicht wollen, daß die Pakete in dem „neumodischen Ding“ landen, eben Omas und so. Und wenn die ALLE Pakete in die Packstation werfen ist das Ding doch auch dauernd voll…
Dass man Pakete aufgeben kann, hab ich auch schon mal gesehen, aber da braucht man so einen genormten Paketaufkleber (oder so). Dafür muss man doch bestimmt erst mal zur Post gehen und so einen kaufen, oder? Scheint mir irgendwie suboptimal zu sein.
Noch mal zum Mechanismus: Ich finde diese Dreh-Packstation viiieel cooler. Man kann sich richtig vorstellen, wie es darin hin- und herrattert, nur für mein kleines Päckchen! Es gibt so eine Alias-Folge, wo Sydney in einer Moskauer Bibliothek ist, und da gibt es so eine Maschine, die aus einem Archiv das richtige Buch heraussucht. Das sieht sehr cool aus. Und so sieht es in der Packstation bestimmt auch aus! (Davon gibt’s natürlich kein YouTube-Video… Typisch.)
Und dabei ist DHL doch wirklich um PR bemüht! Es gibt sogar einen Wettbewerb – „Die beste Packstation-Story“ Was man mit der Packstation erlebt hat. Aber darüber lästere ich nicht, schließlich liefert sie nun schon drei Tage Blogstoff
Den Aufkleber kann man sich wohl an der Station ausdrucken, nachdem man mit EC-Karte bezahlt hat. Danach wirft man das Päckchen ein. Nur eine passende Verpackung muß man wohl von Zuhause mitbringen. Vielleicht versteigere ich einfach mal irgendwas bei Ebay, um das demnächst auszuprobieren
Ebay + Paket + Packstation ist mindestens 10 Tage Blogstoff!
Das mit der EC-Karte, Ausdrucken, Aufkleben und Einwerfen klingt aber echt toll. Wenn ich bloß was zu verschicken hätte…
Ich bin positive überrascht, dass sie ein echtes deutsches Wort für diese Dienstleistung gefunden haben.
[...] nur noch Werbesongs im Radio laufen, weil es sonst nichts mehr gibt. Also … open up for your packstation [...]
Wo ich gerade nach „Benachrichtigungskarte“ gegoogelt habe und auf meinem eigenen Blog gelandet bin… – hatte heute mal eine blaue (!) Karte im Briefkasten, auf der „gewöhnliche Briefsendung“ angekreuzt war – da bin ich doch mal gespannt, hab nämlich keine Ahnung, was das sein kann.