Wochenmarktstand im Regen


Ein Wochenmarktstand wie ihn meine Eltern haben, ist an sich eine ganz feine Sache. Zumindest so lange die Sonne scheint und sich die Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius bewegen. Dann sind alle glücklich und froh und kaufen Obst und Gemüse. Wenn es regnet, kauft so gut wie keiner was, ich kriege nasse Füße und habe zu viel Zeit, um darüber nachzudenken, ob mir das Grün meiner Schürze eigentlich steht oder ob mir noch irgendwo Wurzelgrün in der Visage klebt. Doch am Samstag gab es zwei positive Effekte: Da viele Himbeeren übriggeblieben sind, durfte ich die verarbeiten (sonst heißt es immer: „Pfoten weg, die sind zu teuer zum Eigenverbrauch!“) und eine Biskuitrolle herstellen.

Na, mit der Spiralform hat das irgendwie nicht geklappt, Füllung und Biskuit scheinen eher so ein Yin-Yang-Zeichen zu formen. Hmm, peace, Leute!

Anderer toller Aspekt war, daß die Launen des Zufalls ein unermeßlich seltenes Münzprägeprodukt in unsere Kasse schwemmten, diesen Euro:

Da ich den noch nie gesehen hatte, war mir eigentlich sofort klar, daß ich nun finanziell ausgesorgt hatte. Ich plante schon mal in Gedanken, das durch die Veräußerung des Dinges entstandene Kapital sinnvoll zu investieren (in eine Himbeerbiskuitmanufaktur??). Eine Google-Recherche ließ mich dann feststellen, daß es sich bei dem Ding um eine ganz miese belgische Gedenkmünze handelt, Auflage 6 Millionen, Kosten für den interessierten Käufer 3 Euro (- ist ’ne 2-Euro-Münze übrigens).

Also weiter kleine Brötchen backen.

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5 Antworten zu Wochenmarktstand im Regen

  1. Sophie schreibt:

    Ich finde jegliche Backkunst beeindruckend, und asiatisch-meditative umso mehr! Ich kriege Muffin ganz gut hin…. aber das gilt wohl für jeden Menschen.

    Und das mit dem Münzreichtum klappt bestimmt noch!

  2. Miss Sophie schreibt:

    Ne, ich kriege Muffins nicht gut hin. Die werden bei mir immer matschig, irgendwie. Eigentlich ist Biskuitrolle das absolut einzige, was ich ohne Unterstützung von einem Herrn aus Bielefeld hinkriege.

  3. Sophie schreibt:

    Klitschige Muffins sind doch himmlisch. Vielleicht schnall ichs ja einfach nicht. Aber wer ist denn der Herr aus Bielefeld?

  4. Miss Sophie schreibt:

    Der Herr aus Bielefeld ist Doktor Oetker. Gaaaanz früher hieß es in der Werbung immer „von Dr. Oetker, Bielefeld“. Wohl nach dem Motto: „Yeah, made in Germany“. Aber meine Muffins schaffen es z.T. wirklich, im Ofen keinen Millimeter aufzugehen, sondern eher noch an Dichte zu gewinnen. Das ist dann nicht mehr appetitlich. Bis auf die tollen Schokomuffins aus der Backmischung von eben besagtem. Auch die Joghurt-Ecken und die Cranberry-Madeleines sind super.

  5. Sophie schreibt:

    Ich mach immer die Brownies!! Und meistens mach ich noch zusätzlich kleine Schokostückchen oben drauf…

    Und ich dachte schon, dass vielleicht Alfred Biolek oder so aus Bielefeld kommt. Tja, da sieht man die Fernsehschädigung wieder, aber ein Werbespot kann ja eigentlich auch als Fernsehschädigung gelten. Die Cranberry-Madeleines muss ich auch mal ausprobieren. Cranberry ist doch auch in COsmopolitans!–>

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