Lange Nacht des Wissens

So, heute hat also die erste Lange Nacht des Wissens in Hamburg stattgefunden. Ziel für Mathefreaks wie mich war natürlich in erster Linie die Veranstaltung des „Wissenschaftsforums“ mit Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, Autor vieler guter Mathebücher, auch für Nichtmathematiker. Ebenfalls dabei der ehemalige Dekan dess Fachbereichs Mathematik der Uni HH, eine doofe Tante vom Abendblatt, die Mathe offensichtlich nach der 5. Klasse abgewählt hatte und ein Radiofuzzi, da ein Teil der Diskussion auf 90.3 (bitte im Jingle-Ton gesungen vorstellen) übertragen wurde. Insgesamt hatte ich mir doch mehr erwartet, auch wenn Spaß schon gegeben war, allerdings eher durch die Teilnehmer. Die angekündigten Experimente hielten sich schon ziemlich in Grenzen, dafür konnte jeder Fragen stellen, die ihn schon lange bewegten. Da gab es dann Beiträge von „Ich verstehe so Formeln einfach nicht. Manchmal steht da ein + und manchmal ein *. Wann steht da denn nun was?“ (Ähm, das kommt schon auf die Formel an…) über „Ich habe Mathematik studiert, aber ich verstehe das Ziegenproblem einfach nicht.“ (Erkennt ihm das verdammte Diplom wieder ab) bis hin zu „Ich bin in der elften Klasse. Mein Mathelehrer ärgert sich immer darüber, daß ich so unglaublich gut in Mathe bin“ (Diesen Wortbeitrag gab es tatsächlich! Gründe doch einen Club anonymer Mathe-Genies.) Highlight war auch, als zwei Minuten nach Beginn eine Horde Astarianer die Bühne stürmte mit den Worten: „Wir haben T-Shirts an, mit Buchstaben drauf, die ein Wort bilden, wir müssen uns jetzt nur mal kurz sortieren…“ Stimmt, Minuten später war das schöne deutsche Wort „Studienbühregen“ zu lesen. Dann noch fünf Minuten eine kleine „Bei Che Guevara wirkte das irgendwie sexier mit dem revolutionären-Gerede“-Gelaber, bis die sich endlich getrollt haben. Ach so, ein Jesus für Arme war natürlich auch dabei. Wie immer eben. Spielt wieder mit Euren Goldfischen, Jungs, ok?
Immerhin gab’s noch lecker Nudeln im ESA in so’ner lustigen Tüte und dieser Romanistik-Prof, bei dem ich am Anfang ganz kurz war, war auch irgendwie süß. Was macht eigentlich ein Romanist?

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4 Antworten zu Lange Nacht des Wissens

  1. Sophie schreibt:

    Das hört sich ja ganz nach einem netten und „lehrreichen“ Abend an… Nette Ziegenproblemseite. Mit Selbsttest. Gott sei Danke studiere ich Physik… Das ist mir alles zu anwendbar. Ich steh mehr auf Sachen, die sowieso keiner Beweisen kann. Schwarze Löcher und so. String-Theorie. Mehr mit Fantasie… 😉

  2. Miss Sophie schreibt:

    Es gab sogar eine Frage zur String-Theorie, aber dort mußten auch die anwesenden Mathematiker passen und ich sowieso. Jetzt sind noch die Nudeln von gestern abend im Kühlschrank, die werde ich mir später noch mal zu Gemüte führen. Die gibt es jetzt übrigens immer in der Philoturm-Mensa. Wobei sich auch dort leicht Maden zwischen den Nudeln verstecken könnten, also Obacht!

  3. Sophie schreibt:

    Also, dann sag ich mal trotz der bakteriell bedenklichen Nudeln:

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!!

    Ich hoffe, du genießt deinen Ehrentag und feierst schön! Alles Gute auch von mir!

  4. Strickmasche schreibt:

    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch!

    Und neidische Blicke, weil du den Beutelspacher live erlebt hast. Ich verpasse ihn hier in Oldenburg leider immer. *grummel* Sein „Das ist o.B.d.A. trivial!“ hat mir in meinen ersten Mathe-Veranstaltungen doch sehr geholfen.

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