Als ich mal richtig blöd war…

Bitte erst den vorigen Post lesen. Viele gute Eigenschaften habe ich nicht, aber ich stehe zu meinen Fehlern. Weniger aus Überzeugung als eher aus Angst, daß sowieso alles ans Licht kommt. Ich habe genügend schlechte deutsche Serien gesehen, in denen am Ende alles ans Licht kommt, als daß ich nicht dran glauben würde.

Also, mich hat das ja nicht losgelassen mit der Karte. Also hab ich sie noch mal reingefriemelt. Und irgendwann erschien „nur noch zwei PIN-Versuche“ im Display. War schon mein zehnter Versuch, ich hab die nächsten wieder verdaddelt und irgendwann kam dann echt „jetzt bitte PUK“ eingeben. Na gut. Und dann erschien da mein Display, aber da stand „Gerät gesperrt – Anbietercode“. Oh nein. Natürlich hatte ich schon mal von Simlock gehört. Aber ich dachte, das hätte man nur bei Vertragshandys. Es war mal wieder die gefährliche Mischung aus meiner unvergleichlichen Naivität und dem Hang, mir alles mit meiner eigenen Logik erklären zu müssen, die mich in diese Scheiße geritten hatte (das steht bestimmt mal auf meinem Grabstein). Schweiß brach mir aus. Also tat ich das, was ich immer tat, wenn ich nicht weiterwußte: Ich warf Google an. Gibt man bei Google „Anbietercode“ und z.B. den Typ seines Handys an, so erscheinen zahlreiche Seiten, häufig im Ausland betrieben. Klickt man auf diese, erhält man Anleitungen, wie man jedes Handy entlocken kann. Das ist ganz leicht. Man braucht nur ein Kabel (Originalkabel. Man kann aber auch ein anderes nehmen und ein paar Widerstände zusätzlich einbauen) eine Software, muß irgendeinen Testpoint kaputtmachen und dann irgendwie in das Handy reinhacken. So. Wenn man schon mal die Deutsche Bank oder sonst einen Zentralcomputer gehackt hat, das reinste Kinderspiel. Nun könnte ich noch nicht mal einen Atari hacken und vor allem wollte ich auch nicht hacken. Ich bezahle sogar meine GEZ-Gebühren. Und ich möchte nachts noch ruhig schlafen können.

Ich stand also kurz davor, mir mein Scheitern einzugestehen. Scheitern ist nicht schlimm.
Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern. Wußte schon Samuel Beckett. Doch insbesondere nach dem letzten Post war die Sache peinlich. Und ärgerlich Wieso haben die einfach das Recht, mein Handy für immer an sich zu binden? Es soll für immer an mich gebunden sein. Doch die Erlösung kam, und sie war, ein letztes Mal, magentafarben. Treue soll belohnt werden, und wer seinem Handy mehr als 24 Monate treu ist, den gibt T-mobile frei. Doch zunächst mußte das Aufgebot bestellt werden. Die Email ist schon abgeschickt und nun soll es nicht länger als 14 Tage (ich bin im Moment zu schwach, um mich darüber jetzt noch aufzuregen) dauern, bis ich meinen Anbietercode habe. Und wer durch Googeln auf diese Seite kommt: Der gilt nur für mich. Hackt wen anders oder euch selbst oder euer Handy, bitte! Mein Handy und ich, wir haben uns für den anderen aufgespart. Und irgendwie ist sie nun doch da: Die Liebesbeziehung zu meinem A 50.

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2 Antworten zu Als ich mal richtig blöd war…

  1. Sophie schreibt:

    Cool! Du hast sogar schon Kategorien vergeben. Ich glaube, ich werde jetzt abwechselnd bei wordpress und blogspot posten… Ich hab das mit den Spamkommentare überigens so verstanden, dass im Admin-Menü unter Manage und Comments ein „Filter“ ist, den man auch anpassen kann. Der filtert dann bestimmte Wörter aus und Comments, in denen mehr als 2 Links sein. Man kann die Anzahl der Links ändern und eigenen Filter-Wörter eingeben. Find ich eigentlich ganz gut. Bis jetzt hatte ich auch noch keinen Spam 😉 Ich find den Aufbau hier irgendwie netter, obwohl man natürlich sein Template gar nicht anpassen kann.

  2. Sophie schreibt:

    Nee, geht unter Options – Discussion… Musste mein Templare auch noch mal ändern. Jetzt ist es mehr Wednesday Addams adäquat..

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