Filmkritik: „Ice Age 2 – Jetzt taut’s“

Inhalt: Nachdem Manni, das Mammut, Sid, das Faultier, und Säbelzahntiger Diego im letzten Teil mit Erfolg vor den Eismassen der nahenden Eiszeit geflüchtet sind, wird das Klima langsam wieder wärmer. Was zuerst alle freut, erweist sich als Problem, denn es stellt sich heraus, daß das Tal, in dem die Tierchen leben, akut von einer vollkommenen Überschwemmung bedroht ist. Rettung verspricht eine Art Arche, bis zu der es jedoch ein weiter Weg ist. Also machen sich die drei Freunde auf den Weg. Doch es gibt allerlei Gefahren zu überwinden und Manni macht außerdem zu schaffen, daß es ganz so aussieht, als sei er der letzte seiner wuscheligen Gattung.

Kritik: „Ice Age“ war einer der erfolgreichsten Animationsfilme, und es war ziemlich klar, daß dies nach einer Fortsetzung schreien würde. Tatsächlich war das Cinemaxx Wandsbek zur gestrigen Abendvorstellung prall gefüllt und der Saal mit 500 Plätzen schien komplett ausverkauft zu sein. Am Rande bemerkt: Es gibt jetzt wieder Eisverkäufer nach der Eiswerbung! Nachdem sich ca. eine Minute lang keiner mehr so richtig einkriegen konnte („Wie früher, toll!“) war aber nach ca. fünf Minuten klar, warum das Konzept irgendwann abgeschafft wurde: Statt 30 Minuten Werbung dauert es so ca. 40 Minuten, bis der Film auch wirklich mal anfängt.
Jetzt aber zum Film: Natürlich ist das mit Fortsetzungen immer so eine Sache. Deutliche Abstriche wurden im Vergleich zum ersten Teil bei der tragfähigen Handlung gemacht. War diese beim Vorgänger zwar noch durchaus kindgerecht und übersichtlich, gab es trotzdem ein paar Konflikte, die ausgetragen werden mußten. Wir erinnern uns: Das Menschen-Baby lag alleine in der Gegend herum, der gutmütige Sid wollte es retten, Manni wollte aber keine Verantwortung übernehmen, und Diego wollte ihm sogar etwas Böses antun. Erst durch die gemeinsamen Abenteuer wuchsen Sid und Manni zusammen, und Diego entschied sich ebenfalls für das Zusammenleben mit den beiden. In zweiten Teil fehlt ein solcher Zusammenhalt zwischen den Figuren irgendwie. Einzig Manni darf wirklich etwas erleben, da er doch noch eine Artgenossin findet. Die Mammutdame Ellie ist allerdings bei Opossums aufgewachsen und hält sich selbst für einen possierlichen Nager, was für einige Probleme sorgt. Ihre wuseligen Brüder sind vielleicht nicht jedermanns Sache, die Chaos-Burschen nerven auch ein wenig. Sid und Diego haben ihre Auftritte vor allem durch allerlei lustige Sprüche. Auch wenn man Otto Waalkes an sich nicht besonders lustig findet, verleiht er Sid viel Charme und sorgt für beste Unterhaltung. Da im ersten Film vor allem das ständig nach Eicheln suchende Rattenhörnchen Scrat gut beim Publikum ankam, gibt es jetzt immer wieder Extra-Auftritte für es, die zu den lustigsten Stellen im Film zählen. Allerdings werden die dramaturgischen Schwächen dadurch auch noch ein wenig deutlicher.

Insgesamt allerdings trotzdem noch gute Unterhaltung, jedoch nicht so gut wie der erste Teil.

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Eine Antwort zu Filmkritik: „Ice Age 2 – Jetzt taut’s“

  1. Sophie schreibt:

    Hm, ich geh ja eher für „ernsthaftere“ Filme ins Kino… Aber Ice Age 1 fand ich auch echt cool.

    Ist ja mit zweiten Teilen öfter so, dass sie mehr um des Erfolgs Willen als wegen der noch zu erzählenden Geschichte bzw. wegen neuer Einfälle gemacht werden…

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