Filmkritik: „Mission: Impossible III“

Inhalt: In der Vergangenheit hat Super-Spezial-Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) schon die irrsten und unmöglichsten Aufträge für die MIF (Mission Impossible Force) erledigt. Aber mittlerweile hat er eine nette Frau gefunden und möchte sich aus den heiklen Geschichten raushalten. Am Abend seiner Verlobung mit Julia (Michelle Monaghan) erhält er allerdings einen Anruf von seinem Kollegen John Musgrave (Billy Crudup), der ihn für einen Einsatz in Berlin braucht: Die MIF-Agentin Lindsey (Keri Russell) wurde von den Handlangern des Super-Schurken Owen Davian (Philip Seymour Hoffman) gefangengenommen. Mithilfe eines Spezialisten-Teams (Maggie Q, Ving Rhames, Jonathan Rhys Meyers) versucht er, sie zu befreien, doch die Aktion mißlingt. Das bringt Ethan dazu, in einem letzten Einsatz Davian zur Strecke bringen zu wollen, wodurch aber Julia in Gefahr gerät.

Kritik: Nach dem letzten Kinobesuch hatte ich ernsthaft erwogen, mir einen DVD-Player zuzulegen und Kinos zu meiden, aber irgendwie sind DVD-Player auch doof, also gab es eine letzte Chance für die Lichtspielhäuser. Dieses Mal ging es ins UCI Mundsburg und ich bin jetzt noch begeistert. Meine Begleitung und ich hatten uns darauf eingestellt, den Studententarif von 5 Euro plus 50 Cent Überlängenzuschlag mit Sitzplatz im Parkett zu löhnen, als der Kassierer meinte: "Sie können auch für 4 Euro in die Loge." "Für 4?" "Für 4!" Ist mir bis jetzt schleierhaft, wieso, vielleicht waren wir die einmillionsten Besucher oder ihm hatten unsere Uni-Cards so gut gefallen, jedenfalls war das schon mal toll! Im UCI gab es gut 30 Minuten Werbung vorm Film, davon auch ein relativ großer Anteil Vorschauen für kommende Filme, also gab es überhaupt nichts zu meckern. Kommen wir also zum Film, den ich einfach mal als perfektes Popcorn-Kino bezeichnen möchte. Die beiden ersten Teile hatten mir schon gut gefallen (auch der zweite, der allgemein wenig geliebt wird) und der dritte setzt die Serie in bester Manier fort. Es gibt reichlich MI-typische Action-Elemente wie natürlich die allseits beliebten Seil-abroll-runterflieg-und-fünf-Millimeter-vor-dem-Boden-hängenbleib-Stunts und auch wieder ein paar Einlagen aus der Abteilung "Spaß mit täuschend ähnlich aussehenden Latex-Masken". Tom Cruise scheint im richtigen Leben in letzter Zeit ein bißchen am Abdrehen, aber im Film ist er nicht besser und nicht schlechter als in den letzten beiden Teilen. Ein richtig guter Bösewicht wurde mit Philip Seymour Hoffman gefunden, der ja bekanntlich ein richtig guter Schauspieler ist. Beim Team gibt es mit Ving Rhames einen alten Bekannten, aber auch an die anderen beiden könnte man sich durchaus gewöhnen. Insgesamt ist der dritte Teil etwas brutaler und auch noch actionlastiger als die ersten beiden, womit der erste Teil mein Favorit bleibt, da dort besonders auf eine sehr wendungsreiche Handlung Wert gelegt wurde (deswegen verstehe ich ihn auch nicht bei jedem Sehen, aber er gefällt mir trotzdem). Das fällt im aktuellen Teil etwas unter den Tisch, aber langweilig wird es trotzdem nicht, schließlich fliegt genügend durch die Luft und muß weggeballert werden. Lange nicht mehr so gut amüsiert.

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8 Antworten zu Filmkritik: „Mission: Impossible III“

  1. Sophie schreibt:

    Wie? Für 4 Euro?! Ich war, mal wieder lustigerweise, auch im UCI Mundsburg und habe M:I III gesehen, allerdings ja schon letzte Woche. Da ging jemand zum Karten holen und ich sagte, ich komm mit wegen Studentenausweis und so, und der meinte aber, nee, ich hab ne ADAC-Karte, das ist genauso billig. Ich hab dann ca. 7, 50 Euro bezahlt, für Loge. Toll.

    Vorteil meiner Kino-Truppe: Die Jungs wollten in aller Ruhe ihr Bierchen bei diesem American Diner zu Ende schlürfen, sodass wir gerade dann ins Kino kamen, als die Werbung fast vorbei war. Das war eigentlich ganz angenehm, und da ich fast nur mit Männern da war, war das auch kein Drama. Frauen wollen immer im Hellen und ganz früh ins Kino, ich denke, weil es ihnen unangenehm ist, über andere Menschen zu steigen. (Meine Güte, manchmal drücke ich mich aus, als sei ich selbst keine Frau. Woran kann das nur liegen? Ist mir schon häufiger in letzter Zeit aufgefallen…)

    Kommen wir aber zum Film: Ich finde, Phillip S. H. hat Tommy an die Wand gespielt! Umwerfend gut war der. Der hat für mich den Film eigentlich auch gerettet, weil diese ganze beknackte Love-Story mir ziemlich auf die Nerven ging (und meinen männlichen Kino-Mitbesuchern auch). Ansonsten, klar, das war schon recht solide und auch durchaus spannend, was J.J. Abrams da (komplett im Alias-Stil, zugegebenermaßen) inszeniert hat. Und immer wieder erstaunlich finde ich, dass es den Leuten gelingt, einen reinzulegen, obwohl man ja ganz genau weiß, dass die bei M:I mit diesen fiesen Masken operieren. Die schaffen das genau in dem Moment, wo man gerade nicht daran denkt..

  2. Miss Sophie schreibt:

    Ne, ADAC ist nur für maximal zwei Leute, dann kostet das 5,80 plus Zuschläge. Welches American Diner denn? Ich war mit meiner Begleitung noch nebenan im Louisiana. Dort läuft zwar beschissene Musik, aber die Fressalien sind ganz lecker und ich konnte mir immerhin das Popcorn sparen. Natürlich hat PSJ Tom an die Wand gespielt, ich sagte ja, daß Tom nicht besser war als in den anderen Filmen, aber die Guten werden eigentlich fast immer von den Bösen an die Wand gespielt, oder? Die Love Story hat an dieser einen Stelle genervt, kurz bevor sie heiraten und auf dem Klinikdach stehen und sich lange in die Augen gucken und irgendwas rumülzen. Aber just in dem Moment ist eine ganze Gruppe von Leuten aus irgendeinem Grund aus dem Saal gegangen und hat dabei sehr filmreif eine Getränkeflasche umgeworfen, hat toll gescheppert. Damit war die langweiligste Stelle im Film super überbrückt.

  3. Miss Sophie schreibt:

    Ich gehe übrigens auch lieber im Hellen ins Kino, weil ich so unglaublich nachtblind bin, und dann nicht nur über andere Leute steige, sondern vor allem stolpere. Oder ihre Getänke umwerfe. Oder ihr Popcorn. Damit macht man sich wenig Freunde. Gelegentlich habe ich mir aber auch schon so eine kleine Taschenlampe eingepackt und damit ein bißchen rumgefuchtelt. Wenn also mal irgendwer im Kinosaal mit ’ner Taschenlampe rumfuchtelt, bin ich das wahrscheinlich.

  4. Sophie schreibt:

    Ja genau, Louisiana heißt das American Diner. Ich fand da nix wirklich lecker. Und überteuert ist es auch. Genau diese Dach-Szene war die allerschrecklichste!! Da hat mich aber auch, mal abgesehen davon, dass es nicht in den Film passte, die schauspielerische Leistung nicht vom Hocker gehauen.

    Gut gelacht – als einzige – hab ich am Anfang auf der Verlobungsparty, als Ethan Hunt diesem Typen erklärt, dass er beim Verkehrsministerium arbeitet. Der Typ war nämlich Greg Grunberg, und der ist so was wie ein Running Gag von J. J. Abrams. Aber wie gesagt: Niemand außer mir fand das amüsant. Es fand auch niemand amüsant, dass ich bis zum Ende des Abspanns sitzen geblieben bin, bis nämlich der Dank an die Hanso Foundation kam…

  5. Sophie schreibt:

    Ach ja: Und Felicity hat auch mitgespielt! Erinnert sich noch jemand an Felicity?!

  6. Miss Sophie schreibt:

    Öh, ne! Ich mußte jetzt erstmal danach googeln. Aber ich bin eben auch nicht so der versierte J.J. Abrams-Fan.

  7. Sophie schreibt:

    http://german.imdb.com/title/tt0134247/

    Hier mal der imdb-Link. J.J. Abrams möchte ich auch mal sein. Der scheint mir ein richtig cooler Typ zu sein. Aber scheinbar ist er ja verheiratet und hat Kinder und so. Wahrscheinlich auch nen Kombi und nen Hund. 😦

  8. Ratilius schreibt:

    nach der sakrileg-enthauptung reift MI III zur Alternative….

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