Puh!

Ich könnte mich jetzt natürlich mal wieder über die Hitze aufregen. Ich weiß nicht, wie viel Grad das hier in meinem Büro sind, aber es ist garantiert ein Fall für Amnesty International. Mein Gehirn setzt langsam aus. Vorhin habe ich ca. fünf Minuten auf eine Emailadresse gestarrt und überlegt, ob das überhaupt eine korrekte Mailadresse ist. Wo gehört eigentlich dieses „@“ hin? Und muß da dann noch „.de“ oder „.com“ stehen? Würd mich nicht wundern, wenn die Mail geradewegs ins Datennirwana gewandert ist.

Was mir aufgefallen ist, deswegen der Titel, ist die häufige Verwendung des Wortes „Puh“ in diesen Tagen. Oder so ein ähnlicher Laut, der entsteht, wenn man hörbar ausatmet. Jedesmal, wenn ich in einen kühleren Raum komme oder auch in einen besonders warmen, sage ich erstmal „Puh“. Oder nach dem Essen: „Puh“ Auch beim Ein- und Aussteigen aus der Bahn, „puh, puh, puh“. Ziemlich doof, oder?

Und noch was witziges: Heute hatte ich eine kleine Sprechstunde mit ein paar anderen Tutoren an der Uni, aber es kam natürlich mal wieder kein Student. Da das abzusehen war, nutzte ich die Gelegenheit, um einer Kollegin das Abketten von Strickereien beizubringen. Die Tür von dem Besprechungsraum war übrigens offen. Falls das jemanden interessiert: Strickende Damen unter 80 sind längst noch nicht gesellschaftlich akzeptiert. Ein Prof kam dann aber vorbei und erzählte, er hätte mal einen Lehramtskandidaten in der Vorlesung gehabt, der hätte immer gestrickt. Ich glaube, das würde mich ablenken, wenn ich da munter eine Vorlesung hälte.
Letzte Mitteilung: Floppy ist wieder auf dem Wege der Besserung, nachdem er die Spritze, mit der er seine Medizin jeden Morgen bekommt, bereits genüßlich kaputtgeknabbert hat. Dem Auge geht’s schon wieder besser und die pilzigen Stellen sind weniger geworden. Zäher kleiner Bursche!!

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7 Antworten zu Puh!

  1. Annkari schreibt:

    Stricken in der Vorlesung hat mich schon so manches Mal davon abgehalten, einfach wegzudämmern. Besonders bei dem einen Prof, der so eine schöne, tiefe, monotone einschläfernde Stimme hat. 😉

    Allerdings setzte ich mich dann immer ganz nach hinten und halte das Strickzeug unterm Tisch, damit niemand davon abgelenkt wird.

  2. Miss Sophie schreibt:

    Ich hab den Prof auch gleich gefragt, ob ihn das nicht gestört hätte, aber er meinte, er sei da viel schlimmeres gewöhnt und reichlich abgehärtet.

  3. Sophie schreibt:

    Ich vermische das „puh“ gern mit einem Ausschnauben nach oben hin, wenn man sich vorstellen kann, was ich meine. Das schindet Eindruck. Dramatisiert das „puh“ noch.

    Herzliche Grüße an Floppy. Braver alter Hamster.

  4. Sophie schreibt:

    Ach ja, stricken find ich persönlich nicht so erquickend. Das ist zu feinmotorisch für mich. Ich ziehe Schiffe versenken vor. 😉

  5. Miss Sophie schreibt:

    Sehr oft hat man auch Sudokus in letzter Zeit in Hörsälen gesehen. Solche Logik-Rätsel hab ich auch schon ab und zu während Vorlesungen gelöst.

    Das „Puh“ kann gar nicht zu dramatisch sein. Schon wenn man es zum Klo und zurück geschafft hat, ist das doch schon eine echte Großtat bei der Hitze!

    Ein bißchen kühler scheint es durch den Regen aber tatsächlich geworden zu sein, oder?

  6. Sophie schreibt:

    Aha, jetzt hast du auch die Anzahl hinter der Kategorie! Sehr schön. Das ist Nutzwert pur.

  7. Miss Sophie schreibt:

    Jepp, wenn ich Dich nicht hätte!

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