Alles in Ordnung

Kaum zu glauben, aber wahr: Der heutige Umzug nach Göttingen ging ziemlich streßfrei über die Bühne. Nichts ist umgekippt, jedes einzelne Geschirrteil kam heil wieder aus dem Zeitungspapier raus, sowohl bei Noresund als auch bei Aspenlund fehlte keine einzige Schraube und das einzige, was vergessen wurde, war die Fernbedienung des Fernsehers, was dazu führte, daß die Kabelprogramme nicht eingestellt werden konnten. Uh uh, hoffentlich geht das später. Oder ich muß mir DVB-T besorgen. Geht eigentlich auch beides? Fernsehen ist wichtig! Nun wieder zurück in Hamburg war der Platz des Fernsehers plötzlich leer. Da nutzen Sofa und Schränke nichts, das Wohnzimmer war plötzlich seelenlos. Zum Glück wurde mittlerweile ein Ersatz gefunden. Puh!

Mittlerweile finden häufiger Leute mit den Suchworten IKEA + Göttingen zu mir. Wie ich nun erfahren habe, gibt es eine Initiative dafür, einen IKEA nach Göttingen zu holen. Aber auch Gegner. Ich bin jedenfalls total dafür. Wer nicht hin will, geht eben nicht hin. So, haben wir das also auch schon mal geklärt. Wo wir gerade bei IKEA sind, sei angemerkt, daß Betten aufbauen das reinste Kinderspiel ist. Aspenlund ist aber eher was für versierte und erfahrene IKEA-Nutzer. Ich finde ja, IKEA sollte seine Möbel so mit Sternchen versehen: Ein Sternchen: Schafft ein Dreijähriger alleine im Dunkeln. Zwei Sternchen: normal. Man flucht ein bißchen, aber am Ende funzt es. Drei Sternchen: Man muß mindestens zu dritt sein, zwei Stunden Zeit mitbringen, drei mal denken: Scheiße, hier fehlt was, und sich nach dem Aufbau um zwei Monate gealtert fühlen. Also Aspenlund: Zweieinhalb Sternchen. Sieht aber hübsch aus. Und mein Bett ist so breit!

Übrigens wohnt neben mir ein Theologiestudent. Erzählte meine Vermieterin. Frag ich sie natürlich: „Katholische oder Evangelische Theologie?“ Evangelisch! Toll! Mal sehen, wie der aussieht. Bin schon gespannt. Wir bestimmt alles toll.

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12 Antworten zu Alles in Ordnung

  1. pinkbuddha schreibt:

    So ein Leben als Pastorenfrau stell ich mir schön vor. Alle sagen „Guten Tag, Frau Sowieso.“ Und du bist den ganzen Tag damit beschäftigt, Wohltätigkeitsdiners oder so zu organisieren. Dann rufst du eine Frauengruppe ins Leben, wo ihr gemeinsam übers Kühemelken redet (wird ja auch nicht einfacher mit dem Alter…). Toll. Versuch dir den zu angeln.

    Schränke sind glaub ich echt so ca. das Schwerste, was Ikea zu bieten hat. Bett und Tisch und Regale hab ich damals problemlos selbst und allein aufgebaut, aber am Schrank waren drei Personen beteiligt. Hach, jetzt wo du so begeistert davon berichtest, freu ich mich auch schon ganz dolle auf meinen Umzug!

    Und ich bin natürlich beruhigt, dass du einen Ersatz-Fernseher hast.

  2. Miss Sophie schreibt:

    Ja, ich bin echt begeistert. War eigentlich ein ganz guter Tag. Das doofste war, daß wir auf der Autobahn mit dem Anhänger nicht so schnell fahren konnten. Deswegen waren wir recht lange unterwegs. Wenn man nun innerhalb von Hamburg umzieht, entfällt das ja, allerdings kann sich ein Parkplatzproblem ergeben, das hatten wir nicht.

    Der Ersatzfernseher hat einen etwas unwürdigen Untersetzer, weil das tolle IKEA-Rack schon in Göttingen ist und hier nur so ein Blumenbänkchen entbehrlich war. Aber Hauptsache, er läuft.

    Ich blogg auf jeden Fall, was mit meinem Nachbarn los ist. Wenn ich den dann mal zu sehen kriege. Am Ende ist der immer in der Kirche oder auf Pilgerfahrt. Ich werd dann aber die erste Pastorenfrau ohne Frauengruppe, da hab ich keinen Bock auf. Muß er dann notfalls selber machen.

  3. pinkbuddha schreibt:

    Ich hab mir glücklicherweise schon vor 2 Jahren ein Schnäppchen-Buch gekauft, wo ALLES über Umzug drin steht. Vom Dekorieren bis zum Parkplatz reservieren am Vortag und so. ALLES. Ein Arbeitsbuch ist das, wo man eigene Notizen und Stoffmuster reinkleben kann. Müsste bloß mal gelesen werden.

    Hauptsache, er läuft – ist eine gute Einstellung!

    Das gibt üble Lästereien, wenn du keine Frauengruppe machst und dann wird dein Mann zwangsversetzt. Ach ja, dass du keinen eigenen Job haben darfst, ist ja wohl klar. Du musst dich die ganze Zeit um arme Kinder kümmern.

  4. Miss Sophie schreibt:

    Ich glaube, Job würde schon gehen, muß aber Lehrerin sein. Im Ernst, ich kenne nur zwei Pastorenfrauen, und beide sind Lehrerinnen. Das will ich aber nicht werden. Tja, also doch keine so tollen Nachbarn. Die um die andere Ecke war sowieso doof, die kam gestern raus und ich hab mich brav vorgestellt und die meinte: „Ja, kenn ich alles schon. Hier wechseln oft die Mieter.“ Nur weil meine Vormieterin nach sechs Monaten aus der Wohnung wieder ausgezogen ist.

  5. Thomas schreibt:

    Hmm, in die „Pastoren sind gute Ehemänner“-Diskussion mische ich mich jetzt mal nicht ein, und nicht nur weil ich katholisch bin … aber einen Tipp vielleicht doch, wie wäre es mit Lokalpolitikerin, statt Lehrerin. Mit dem noblen Ziel Göttingen einen IKEA zu verschaffen, hättest du ja auch schon dein erstes dringendes Thema.

  6. Miss Sophie schreibt:

    Das mit dem IKEA hat sich bestimmt schon in nächster Zeit erledigt, da müßte ich mir neue Aufgaben suchen. Und ob Politikerin wirklich geht? Aber ich möchte auch auf gar keinen Fall Lokalpolitikerin werden. Bestimmt hat er auch schon längst eine nette Freundin, die Deutsch und Musik auf Lehramt studiert oder Grundschulpädadogik oder Jura.

  7. Ratilius schreibt:

    Interessantes Sammelsurium an Fachrichtungen, was frau als überlegene Gegenspielerin betrachtet.

    Beim Zusammenbau von Möbeln hätte ich mir schon viel Zeit sparen können wenn ich als ersten Schritt die Bauanleitung _komplett_ gelesen hätte statt mit dem Imbusschlüssel, der laut Wikipedia wohl eigentlich Inbusschlüssel heißt,
    zu Werke zu gehen.
    Die Sterne-Warnhinweis-Idee halte ich für spitze, schreib doch mal an IKEA.

  8. Miss Sophie schreibt:

    Also, überlegen in Bezug auf Pastoren-Frau-Tauglichkeit.

    Ich les die nie komplett. Ich guck nur, wie viele Schritte es gibt, um dann immer auszurechnen, wie viel Prozent schon geschafft sind. Was mich etwas wahnsinnig macht, sind Vorschläge, nicht nach der Numerierung vorzugehen. So nach dem Motto: „Jetzt haben wir die eine Schrankseite, dann geht die andere bestimmt genauso irgendwie. Ich mach das mal gleich.“ Dem habe ich konsequent entgegengewirkt und hat ja alles gut geklappt. Ich weiß nicht, ob IKEA die Sternchen-Idee so toll findet, könnte sie doch dazu führen, daß weniger Aspenlunds verkauft werden. Und letztendlich ist ja noch jedes Teil von IKEA irgendwann irgendwie zusammengebastelt worden und leistet nun gute Dienste.

  9. Frau awa schreibt:

    Der Theologiestudent ist ja noch Student, den könnte man noch vernünftig erziehen … aber um nen Kirchenchor zu leiten wirst Du wohl nicht rumkommen … so ziemlich alle Pastorenfrauen, die ich kannte, leiteten einen Chor …

  10. Miss Sophie schreibt:

    An dem Chor muß was Wahres dran sein. Eine der mir bekannten Pastorenfrauen hat bei uns an der Schule einen Chor geleitet. Die andere war, glaub ich, fürs Blockflöten zuständig. Ich bin aber auch total unmusikalisch…

  11. pinkbuddha schreibt:

    Interessantes Sammelsurium an Fachrichtungen, was frau als überlegene Gegenspielerin betrachtet.

    Hm, das versteh ich nicht ganz. Wer hat was von überlegen gesagt?

    In punkto Bedienungsanleitungen schwankt es bei mir. Technische Gerätschaften teste ich lieber selbst aus – wenn da Garantie drauf ist 😉 Bei Ikea-Möbeln lern ich die Anleitung AUSWENDIG, weil ich keine Lust auf Stress damit hab….

    In Sachen Chor würde ich vorschlagen, du leitest einen Kinderchor. Die brüllen eh nur statt zu singen, da fällt das nicht auf, dass du das auch nicht so gut kannst.

  12. Miss Sophie schreibt:

    Dann müßte ich mir aber eine ganze Packung Ohropax bis Anschlag Gehirn in die Ohren stopfen, um da nicht auszuflippen. Ich meine, Kinderchor ist meistens mit Kindern. Ziemlich vielen sogar. Lieber nicht!

    Bei Bedienungsanleitungen ist das bei mir genauso. Techniksache probier ich auch am liebsten selber aus, aber sobald das mit Schrauben und Muttern losgeht, bin ich seeeehr vorsichtig.

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