Miss Sophie empfiehlt: Mürbeteigplätzchen

Auf vielfachen Wunsch und passend zum ersten Advent soll hier heute mal das geheime Mürbeteigplätzchen-Rezept meiner Mama veröffentlicht werden – einst sorgfältigst in einem Oktavheftchen in der Haushaltsschule notiert.

Man benötigt für ca. 5 Bleche mit Plätzchen:

  • 150 g Margarine
  • 150 g Zucker
  • 500 g Mehl
  • 2 Päckchen Vanillezucker (natürlich Dr. Oetkers Vanillin)
  • 2 Eier
  • 1 Teelöffel Backpulver (natürlich Dr. Oetkers Backin)

Mehl in eine Schüssel sieben, Backin unterrühren, in der Mitte eine Vertiefung machen und die verquirlten Eier hineingeben. Zucker auf den Rand streuen, Fett in kleinen Flöckchen daraufgeben und mit Messern gut durchhacken, bis es krümelig ist, dann schnell zu einem glatten Teig zusammenkneten. Diesen etwas ruhen lassen. Strohhalmdick ausrollen, kleine Formen ausstechen, auf ein gefettetes Blech legen, mit Eigelb bestreichen und bei Mittelhitze abbacken.

Soweit der Originaltext, die Orthographie meiner Mama wurde behutsam modernen Konventionen angepaßt. Zur Interpretation: Keine Ahnung, ob es wirklich nötig ist, den Zucker wirklich auf den Rand zu streuen und nicht irgendwo in die Mitte, aber ich mache die Plätzchen immer so und sie werden eigentlich immer sensationell. Das Hacken mit den Messern macht übrigens reichlich Spaß 🙂 Den Teig läßt man am besten über Nacht im Kühlschrank, eingewickelt in Frischhaltefolie, ruhen. Was „strohhalmdick“ ist, sorgt immer wieder für Diskussionen beim Backen, aber etwas dicker schmecken sie meistens besser. In der Zwischenzeit wurde ja auch Backpapier erfunden, das kann man ruhig benutzen. Das Eigelb lasse ich normalerweise weg und das „Abbacken bei Mittelhitze“ läßt sich als „10-15 Minuten bei ca. 180 Grad“ interpretieren. Aber die Plätzchen dabei immer schön im Auge behalten!

Nach dem Abkühlen beginnt der kreative Teil, denn natürlich muß das Backwerk mit Kuvertüre, Zuckerguß und Streuseln noch individuell gestaltet werden. Dabei kommen kleine Kunstwerke wie diese hier heraus:

Kekse

Wie man sieht, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen schönen ersten Advent!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Der Mensch freut sich veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Miss Sophie empfiehlt: Mürbeteigplätzchen

  1. pinkbuddha schreibt:

    Hihi, die Kekse sehen toll aus. Besonders die pinken. 😉 Das sind richtige Individuen.

    Ich glaube allerdings nicht an diese „Zucker auf den Rand streuen“-Sachen. Ich bin da mehr Pragmatiker, der alles in die Schüssel schmeißt und dann den Mixer anschmeißt. Allerdings habe sogar ich schon eingesehen, dass man wenigstens das Mehl und Backpulver kurz miteinander vermischen sollte, bevor man es in die Schüssel schmeißt. Dafür gibt es sicherlich irgendeine wissenschaftliche Erklärung. Bestimmt aber auch für das „Zucker auf den Rand streuen“. Die wüsste ich gern mal.

    Guten Appetit und schönen ersten Advent!

  2. Miss Sophie schreibt:

    Ich hab die auch nicht alleine verziert. Meine sind sogar eher die etwas langweiligeren… Mein Lieblingskeks, eine gelb glasierte Tigerente mit einem Schokstreusel als Schlitzauge (eien richtige Peking-Ente also, ;-)) ist leider nicht auf dem Foto…

    Leider ist das Bild auch schon älter und die meisten Kekse sind mittlerweile längst verputzt. Zum Glück hat meine Mama gestern erst neue gebacken!

    Ich wäre viel zu feige, um es mal nicht nach der genauen Anleitung zu probieren. Am Ende schmecken die Dinger nicht und man selber ist schuld…

  3. pinkbuddha schreibt:

    Ach, so lange man nicht an dem Schuld ist, was andere betrifft (obwohl man die Kekse ja auch nicht alleine essen will…), überwiegt bei mir die Neugierde über die Versagensangst.

    Wow, eine Pekingente… Warum gibt es eigentlich Enten-Ausstechformen? So viel haben Enten ja nun nicht mit Weihnachten zu tun…

  4. Miss Sophie schreibt:

    Es gibt echt die irrsten Förmchen. Wir haben auch ein Ampelmännchen gehabt und leider habe ich meine Pinguin-Ausstechform nicht dabei gehabt. Wir hatten ja keine normale Ente, sondern die Tigerente, mit Rollen. Und dann noch den Elefanten. Außerdem habe ich ein paar Osterförmchen mit Hasen und Küken.

    Außerdem ißt man an Weihnachten doch total oft Ente!

  5. Pippi schreibt:

    Warum Margarine? Bäh! Wo doch schon jedes Kind weiß, daß gehärtete Fette superungesund sind. Und warum „natürlich“ Backhilfen von Mega-konzernen? Ist die Republik total verblödet?
    Natron? Vanille? Was ist dagegen einzuwenden? Herrrrrschaftszeiten….

  6. Miss Sophie schreibt:

    Also, manchmal ärgert man sich hier schon ein bißchen. Oder wundert sich. Das Rezept ist aus den Fifties – und in der Originalhandschrift von meiner Mama steht da nicht Vanillezucker und Backpulver, sondern Vanillin und Backin.
    Viel Spaß beim Dinkelschrotkekse backen!
    (Sorry, der mußte jetzt sein…)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s