Oscar-Tipp-Time

Zeit für die wahrscheinlich schon sehnsüchtig erwarteten Oscar-Tipps von meiner Wenigkeit. Ohne lange Vorrede:

  • Best Motion Picture of the Year: Oh Gott, der Hammer gleich zu Anfang. Babel fand ich nicht so doll. Departed ist vielleicht ganz gut, aber wahrscheinlich nur ein Durchschnittsthriller. Ich sach ma: Letters from Iwo Jima.
  • Best Performance by an actor in a leading role: Hat jetzt eigentlich wer kapiert, warum dieser Film über Idi Amin „The last king of Scotland“ heißt? Die Theorie, daß Peter O’Toole noch einen Oscar kriegt, bevor er abkratzt, halte ich für sinnvoll, aber andererseits ist O’Toole manchmal strange drauf und könnte irgendwas peinliches abziehen. Also: Forest Whitaker.
  • Best performance by an actress in a leading role: Helen Mirren ist sicher toll. Ich würde es trotzdem großen Mist finden, wenn sie ausgerechnet für so eine blöde Schmonzette ausgezeichnet wird. Wird sie aber.
  • Best performance by an actor in a supporting actor: Little Miss Sunshine würde mir höchstwahrscheinlich nicht gefallen, aber ich sag mal: Alan Arkin
  • Best performance by an actress in a supporting role: Bitte nicht die Sing- und Hupfdole von den Dreamgirls! Obwohl sie bestimmt wieder das beschissenste Kleid anhat, würde ich es Rinko Kikuchi gönnen, die Babel vor der Mittelmäßigkeit bewahrt hat.
  • Best Achievement in Directing: Hieß das nicht früher „Best Director“? Wahrscheinlich werden sie Marty einen Oscar geben, damit er endlich Ruhe gibt. Ich mag aber seine Brille.
  • so jetzt kommt allerlei unbedeutender Krams … Ne, einen hab ich noch: Best Achievement in Costume Design geht an Marie Antoinette.
  • … und noch mehr unbedeutendes Zeugs … ah, ne, Best Animated Feature Film of the Year: Cars.
  • Best Foreign Language Film of the Year: Da bin ich natürlich gute Deutsche und sage: „Das Leben der Anderen“. Oder, ne, ich nehm immer den deutschen Film, und dann wird der das nie. Ich mag zwar diesen großen Regisseur mit dem witzigen Namen, aber ich bin jetzt für diesen Film aus Mexico, Pans Labyrinth. Das ist für die Amis auch näher bei.

Zu dem Rest halte ich mich mal bedeckt, da könnte ich sowieso nur raten. Ohnehin halte ich meine Tipps schon für ziemlich gewagt…

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15 Antworten zu Oscar-Tipp-Time

  1. pinkbuddha schreibt:

    Aber wenn man den unbedeutenden Scheiß nicht tippt, dann ist der ja noch unbedeutender! 😉 Ich werde morgen nach ein wenig Bedenkzeit mal meine Tipps abgeben. Rückt ja auch immer näher, der Termin… Was zieh ich bloß an? 😉

  2. Miss Sophie schreibt:

    Ich will den unbedeutenden Scheiß aber auch nicht unnötig hypen, indem ich hier irgendwas als Favoriten hinstelle 😉

  3. pinkbuddha schreibt:

    Aber da hat man doch die perfekte Ausrede, wenn man daneben liegt: Ach, das ist eh nur unbedeutender Scheiß! Oder: Ach, das hab ich bloß so getippt… 🙂

  4. Arthur schreibt:

    Departed ein „Durchschnittsthriller“?

    Miss Sophie, in allen Ehren, aber das ist nicht wahr. =P

    Post Scriptum:

    Ich mag es, wie du schreibst. =)

  5. Miss Sophie schreibt:

    Na gut, vielleicht ist er auch ein guter Thriller, ich hab ihn ja auch gar nicht gesehen 😉 Nach meiner persönlichen Meinung und Erfahrung werden Thriller bloß eher selten „Best Picture“, da müßten es schon wirklich ein echter Ausnahme-Thriller sein. (Kurze Recherche ergab: Von den „Best Pictures“ seit 1980 würde ich eigentlich nur „Das Schweigen der Lämmer“ als Thriller bezeichnen, sonst ist nichts dabei.)

  6. bullion schreibt:

    Marty hätte den Oscar wirklich endlich mal verdient. Allerdings wird das bestimmt irgendwann der Ehrenoscar fürs Lebenswerk, befürchte ich.

  7. Miss Sophie schreibt:

    Den Ehrenoscar fände ich aber auch viel angemessener. Ist doch irgendwie auch deprimierend, wenn er jetzt als „Trostpflaster“ den Oscar für Departed kriegt, obwohl er den für ganz andere Filme verdient hätte.

  8. Thomas schreibt:

    Ich fürchte das mit dem gute Deutsche spielen hätte wirklich nicht geholfen, obwohl ich ja auch für „Das Leben der anderen“ getippt habe. Leider hab ich auch den dänischen Beitrag „Nach der Hochzeit“ gesehen und wen der den Oscar nicht bekommt, steige ich persönlich ins Flugzeug und führe mit der Fackel in der Hand den dänischen Mob an, wenn er die Oscar Academy stürmt. Ich war selten so geplättet von einem Film … also im positiven Sinn.

  9. bullion schreibt:

    Stimmt schon, aber das mit dem Ehrenoscar wirkt für mich immer noch mehr wie ein Trostpflaster. Dass der Oscar für „GoodFellas“ oder „Casino“ verdienter gewesen wäre, ist auch klar. Insofern drück ich ihm auf jeden Fall die Daumen.

    …und Martys Brille ist wirklich cool! 😀

  10. pinkbuddha schreibt:

    Okay, ich wage es nun und tippe, auf dass ich meinen Titel verteidige.

    Bester Film: Ich tipp da auch auf Clint. „Letters from Iwo Jima“.
    Bester Hauptdarsteller: Leo kriegt den.
    Beste Hauptdarstellerin: Judi Dench.
    Bester Nebendarsteller: Marky Mark.
    Beste Nebendarstellerin: Wie kann man das niedliche kleine Mädchen da antreten lassen? Bei „Wetten, dass“ gibt es doch auch eine Extra-Kinderwette! Ich tipp mal auf Jennifer Hudson.
    Beste Regie: So cool Martys Brille auch ist (erinnert sich jemand an die Harald-Schmidt-Folge, wo er sich eine Schildpatt-Brille hat machen lassen?), den Oscar kriegt der Babel-Mensch.
    Bei den Kostümen sach ich ma „The Devil Wears Prada“.
    Animated Film: Hm, Cars?
    Foreign Language: Ich nehm auch den dänischen, „Nach der Hochzeit“, von dem hörte ich viel Gutes.
    So. Jetzt will ich gewinnen. 😉

  11. Inishmore schreibt:

    Da prescht unsere Queen of the Globes ja ganz schön vor.
    Ich muss mir meine Tipps auch noch überlegen, vor allem hinsichtlich der Frage, ob ich nicht wertvolle Punkte dadurch sammeln soll, dass ich wirklich jeden „unbedeutenden Scheiß“ tippe. Hey, ich bin verzweifelt und brauche den Sieg nach meinem Golden Globe-Tipp-Debakel 😉

  12. Miss Sophie schreibt:

    Dann wird natürlich zurückgeschlagen! Eine Münze werfen kann ich schließlich auch 😉

  13. Inishmore schreibt:

    Der Film „The Last King Of Scotland“ heißt übrigens so, weil es einer der Titel ist, den sich Idi Amin selbst gegeben hat. Der war seinerzeit in der britischen Armee, von den Briten dort ziemlich angenervt und fand die Schotten mit ihrem rebellischen Flair viel cooler.

    Der Streifen ist übrigens nicht schlecht. Und das schreibe ich nicht nur, weil Gillian Anderson mitspielt, hehe.

  14. Martin schreibt:

    Für einen detaillierten Oscar-Tipp fehlt mir leider die Zeit und außerdem habe ich von den nominierten Filmen bisher auch nur einen einzigen gesehen – „The Departed“!

    Den fand ich allerdings wirklich, wirklich gut! Deshalb würde ich ihm die Auszeichnung als „Bester Film“ auf alle Fälle gönnen …

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