Fluch der Karibik – was bisher geschah

Heute abend steht die Sichtung des dritten Teils von „Fluch der Karibik“ an. Ein bißchen skeptisch stehe ich dem ganzen noch gegenüber, denn (fast) drei Stunden können ja auch sehr lang werden. Zudem stellt sich das klassische Dilemma: Baut das Cinemaxx eine nervige Pause ein oder nimmt sich das Publikum einfach selber eine Auszeit und ständig rennen Leute durchs Bild?

Da mich die Trailer massiv an der Tatsache zweifeln ließen, daß ich die ersten beiden Teile tatsächlich bei vollem Bewußtsein gesehen habe, habe ich keine Mühen gescheut, um noch mal die wichtigsten Handlungsstränge zusammenzufassen. Also, was bisher geschah, slightly abbridged:

Im vorigen Teil waren alle auf der Suche nach dem Herz von einem gewissen Davy Jones. Dieses befindet sich seltsamerweise nicht in dessen Brust, sondern irgendwo in einer Truhe (beachte aber die Ambiguität des Originaltitels -> „Dead Man’s Chest“), zu der man auch noch einen Schlüssel braucht. Aus den unterschiedlichsten Gründen suchen nun also alle diesen Schlüssel.

Captain Jack Sparrow versprach Jones einst 100 Jahre Fronarbeit, wenn er Kapitän der „Black Pearl“ werden dürfte. Das Schiff bekam er, auf die Sklaverei verging ihm die Lust. Also würde er den Untoten Davy Jones, der zur Zeit mit seinem Geisterschiff „Der fliegende Holländer“ die Meere unsicher macht, gerne – ja, was macht man eigentlich mit Untoten? – also, vollkommen unschädlich machen, jedenfalls. An Bord des fliegenden Holländers befindet sich auch Will Turners Papa Stiefelriemen Bill, der langsam aber sicher zur Seegurke mutiert. Will möchte ihn gerne befreien, da wäre das Herz wohl auch irgendwie nützlich. Wills Freundin Elizabeth scheint nicht so genau zu wissen, was sie nun wirklich will, aber sie sucht den Schlüssel einfach mal mit. Im Zweifelsfall könnte das nützlich sein, damit sie ihren Will endlich heiraten kann. (Oder steht sie nicht doch ein kleines bißchen auf Jack Sparrow?) Der letzte Teil endete damit, daß Jones einen Killerkraken weckte, der die „Black Pearl“ unter Wasser zog. Will und Elizabeth konnten sich gerade noch retten, nachdem sie Jack Sparrow fachgerecht am Mast festgetütelt hatten. Denn offensichtlich hatte der Krake es nur auf den Käpt’n abgesehen.

Später sehen sie ein, daß das kein besonders feiner Zug war und überlegen, wie man den Piratenkapitän wieder zum Leben erwecken könnte (bei den ganzen Untoten, die da rumgeistern, scheint das eine mehr als realistische Option zu sein…) und stapfen durch den Sumpf zu einer Vodoo-Priesterin. Diese hat auch gleich einen Reiseleiter für die anstehende Rettungaktion parat: Kapitän Barbossa, der frühere Besitzer der „Black Pearl“, der gegen Jack Sparrow gemeutert hatte, und eigentlich am Ende von Teil 1 erschossen wurde (sein Name ist im Übrigen eine Anspielung auf diesen Barbarossa und nicht auf den allseits bekannten Nichtschwimmer).

Ach so, das Herz von Davy Jones hat keiner der üblichen Verdächtigen, sondern der schmierige englische Offizier Norrington, der es brav seinem Vorgesetzten abgeliefert hat. So gehört sich das in der englischen Marine.

Was für ein Kuddelmuddel. Kritik zum dritten Teil folgt.

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8 Antworten zu Fluch der Karibik – was bisher geschah

  1. Soraly schreibt:

    Cinemaxx mit 10 bis 15 Minuten Piss-Pause 😉 .

  2. Miss Sophie schreibt:

    Ich seh gerade, daß im Kino-Fahrplan sogar angegeben ist, ob der Film mit oder ohne Pause ist – vorbildlich. Und Soraly hatte Recht 😉

  3. Dr. T. Le Vision schreibt:

    Pause ist obernervig… 😦 Schön, dass du die Handlung hier noch mal „fachgerecht“ zusammengefasst hast. Ich scheine auch nicht aufgepasst zu haben beim Ansehen… Da hat die kurzzeitige Krawumm-Gier wohl das Langzeitgedächtnis geschlagen.

  4. Miss Sophie schreibt:

    Geschah in erster Linie aus Eigennutz. Spätestens als Jack im Trailer sagte: „Vier (oder drei?) von Euch haben versucht, mich umzubringen – eine hat es geschafft“ dachte ich mir so: „Öh, der war/ist tot?“ Das klang nach Hausaufgaben…

  5. Inishmore schreibt:

    Und ich habe mir extra bis vor zehn Minuten den doch eher zähen zweiten Teil nochmal angeschaut, um auf den aktuellen Stand der Dinge zu kommen. Ich muss öfters hier vorbeischauen ,)

  6. Martin schreibt:

    In der Tat alles etwas verworren. Von daher war es bei mir ganz hilfreich, dass ich alle 3 Filme hintereinder im großen Triple-Feature gesehen habe. Den 2. Teil kannte ich vorher ja sowieso noch nicht.

    Allerdings mussten wir dann leider feststellen, dass die Story des 3. Teils selbst auch ziemlich verworren ist …

    Bin mal gespannt auf Dein Urteil … 😉

  7. bullion schreibt:

    Super Zusammenfassung. Genau zum richtigen Zeitpunkt! Werde bis zum Samstag nämlich wohl nicht dazu kommen mir Teil 2 – geschweige denn Teil 1 – noch einmal anzusehen. Dabei hätte ich schon wirklich Lust darauf! Naja, mal gucken… auf Teil 3 freue ich mich auf jeden Fall schon tierisch. Ich erwarte herrlich albernes Blockbusterkino mit einem gut aufgelegten Johnny Depp. Mehr (sinnvolles Zuendeführen aller Handlungsstränge o.ä.) erwarte ich in diesem Fall gar nicht. 😉

  8. Pingback: Filmkritik: "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" « Miss Sophies Blog

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