Filmkritik: „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“

piraten.jpgInhalt: Eine Zusammenfassung von dem, was bisher geschah, findet sich hier. Die englische Marine, allen voran Lord Beckett (Tom Hollander), hat die Macht über das Herz von Davy Jones, damit über die „Flying Dutchman“ und damit über die sieben Weltmeere. Sie bringen die Piraten immer mehr in Bedrängnis, sodaß sie durch Gesinge den Piratennotstand ausrufen. Alle Piratenfürsten sollen sich zu einer Konferenz zusammenfinden und überlegen, wie sie die fiesen Engländer besiegen können. Alle? Alle bis auf einen natürlich, da sich Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) ja im Reich der Toten befindet. Unter Leitung von Kapitän Barbossa (Geoffrey Rush) brechen Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Keira Knightley) auf, um ihn zu retten. Nachdem das geschehen ist, muß nur noch ein grandioser Plan geschmiedet werden, um mit vereinten Kräften die „Flying Dutchman“ zu besiegen.

Kritik: So, war doch total einfach mit der Story. Ok, dann gibt es natürlich noch zehntausend Nebenhandlungen, aber im großen und ganzen ist die Verworrenheit des dritten Teils der Piraten-Trilogie weit geringer als befürchtet. Nebenbei bemerkt: Kann es sein, daß der dritte Teil auch in Deutschland offiziell unter dem Titel „Pirates of the Caribbean“ angelaufen ist, während die ersten beiden noch mit „Fluch der Karibik“ betitelt waren? Und, wenn ja, was soll das?

Als nächstes ein kleines Geständnis: Eigentlich stehe ich bei diesen Piratenfilmen immer ein wenig auf der falschen Seite, denn insgeheim bin ich ja immer ein bißchen für die Engländer. So eine Perücke kann recht kleidsam sein, die blankgewienerten Stiefel sind es sowieso und regelmäßig, auch bei Windstärke 12, um 16 Uhr Tee aus feinstem Bone China zu trinken, ist eine liebenswerte Macke. Na gut, zum Glück sind die Piraten dank Johnny Depp nicht weniger liebenswert. In einer der besten, sehr surrealen Szene des Films kann man Depps Schauspielkunst sogar gleich in mehrfacher Ausfertigung bewundern. Bekannterweise wurde er zu seiner Auslegung der Rolle ja unter anderem durch den Rolling-Stones-Gitarristen Keith Richards inspiriert, der einen netten Cameo hat.

Obwohl die allgemeine Kritik ja nicht so begeistert zu sein scheint, vergingen die insgesamt fast drei Stunden (im Cinemaxx natürlich durch eine Pause unterbrochen) doch wie im Fluge. Natürlich gibt es immer wieder ein paar kleinere Längen, an denen ein paar weitere Handlungsstränge vertütelt werden müssen, aber das furiose Finale dürfte alle entschädigen. Die Special Effects sind natürlich erstklassig und außerdem sinnvoll eingesetzt (während z.B. bei Spiderman 3 manchmal durch zu hektische Schnitte der Eindruck der Effekte schon wieder verlorenging).

Auch wenn nicht alle Gags zünden und das überraschend Neue eines postmodernen Piratenabenteuers etwas abgenutzt ist, kann man den dritten Teil durchaus empfehlen. Noch ein besonderer Hinweis: Während des Abspanns sitzenbleiben, dann gibt es noch ein besonderes Goodie für die Geduldigen. Waren im eigentlich knallvollen Cinemaxx höchstens zehn Leute, die sich auch das nicht entgehen ließen. Traurig, traurig….

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4 Antworten zu Filmkritik: „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“

  1. Pingback: Fluch der Karibik 3: Am Ende der Welt - OT: Pirates of the Caribbean: At World's End « Tonight is gonna be a large one.

  2. Martin schreibt:

    Die deutschen Titel sind in der Tat etwas verwirrend:

    der 1. Teil hieß einfach nur „Fluch der Karibik“ (OT: „Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl“), der 2. dann „Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ (OT: „Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest“) und schlägt somit quasi die Brücke zum letzten Teil, der dann unter „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“ (OT: „Pirates of the Caribbean: At World’s End“) firmiert … klar soweit? 😉

  3. Miss Sophie schreibt:

    Klar wie Kloßbrühe! 😉 Danke für die Aufklärung!

  4. Martin schreibt:

    Gern geschehen!

    Ich find‘ die inkosequente deutsche Namensgebung ja ziemlich blöd. Vor allem beim 2. Teil die Referenz auf den englischen Untertitel „Dead Man’s Chest“ komplett zu unterschlagen …

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