Filmkritik: „Ocean’s Thirteen“

ocean.jpgInhalt: Danny Ocean (George Clooney) sinnt auf Rache. Rache für seinen alten Kumpel Reuben (Achtung, bitte wie „Ruben“ aussprechen!), der ihm einst das Würfelspiel in den Casinos von Las Vegas beigebracht hat und nun vom aalglatten Hotelier Willie Bank (Al Pacino) hinterhältig übers Ohr gehauen wurde. Den glutbläubigen Reuben hat es dabei auch gesundheitlich ganz gut verrissen. Blutwurstmäßig organisiert Danny also mit einer Reihe von Kumpeln (wie viele es nun waren, weiß keiner) einen Rachefeldzug gegen Bank, der gerade sein allerneuestes Hotel/Casino eröffnet. Er malt sich bereits aus, wie er auch dieses Mal einen begehrten Hotel-Preis ergattern wird – doch diese Rechnung hat er natürlich ohne Danny Ocean gemacht.

Inhalt: Nun ist es ja schon ein Weilchen her, daß „Ocean’s Eleven“, ein Remake eines Frank-Sinatra-Films durch Steven Soderbergh, in den deutschen Kinos anlief. Ich meine mich aber noch zu erinnern, daß ich damals recht enttäuscht von dem Film war, wobei ich aber auch allgemein nicht unbedingt ein Fan von Steven Soderbergh bin. Der Film war wirklich verdammt cool – einfach etwas zu cool für mich.

Mittlerweile hat sich mein Anspruch an Coolness entweder erhöht oder meine Ansprüche an den Tiefgang eines Filmes sind gesunken. Wahrscheinlich beides, denn beim neuesten Streich der Ocean-Bande fühlte ich mich durchweg bestens unterhalten. Viel mehr kann man nicht erwarten, weniger bekommt man aber auch nicht. Oder, wie ich in einer anderen Kritik sehr treffend las: „Man sieht schöne Menschen coole Dinge tun und sagen“. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Natürlich sind es seeeehr schöne Menschen, soll hier noch mal erwähnt werden. George Clooney ist eben einfach toll, vor allem im schmucken Casino-Outfit. Bis auf Ellen Barkin gibt es auch keine Frauen, die rumnerven können, was ebenfalls irgendwie angenehm ist. Und Ellen Barkin ist sogar recht unterhaltsam. Ansonsten wird dem bereits bekannten Prinzip nachgegangen, daß ein möglichst komplizierter Coup mit Plan A bis Plan Z ausbalbowert wird, wobei die speziellen Fähigkeiten der einzelnen Gang-Mitglieder benötigt werden. Einige sind Computerfreaks, andere mechanisch sehr versiert und wieder andere können sich gut falsche Nasen ankleben. Erst am Schluß fügen sich alle Puzzleteile zusammen, und man erkennt die recht schlaue Planung des ganzen Unterfangens.

Sehenswert wird „Ocean’s Thirteen“ aber trotzdem eher wegen der routiniert ästhetisch hochklassigen Inszenierung, die tolle Bilder und loungige Musik gekonnt miteinander verbindet. Insgesamt durchaus empfehlenswert.

P.S.: Findet eigentlich noch wer, daß Al Pacino auf seine alten Tage beängstigende Ähnlichkeit mit Dustin Hoffman bekommt?

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3 Antworten zu Filmkritik: „Ocean’s Thirteen“

  1. bullion schreibt:

    Klingt ja recht gut. Besonders wenn man bedenkt, dass du dem ersten Teil nicht so viel abgewinnen konntest. Ich dagegen fand Teil 1 recht gelungen, Teil 2 dagegen nur noch gewollt cool… demnach hab ich mir Teil 3 geschenkt.

    Auf Al Pacinos Ähnlichkeit mit Dustin Hoffman muss ich nun mal achten…

  2. Dr. T. Le Vision schreibt:

    Ich bin ja eher dafür zustänsig, Robert De Niro mit Al Pacino zu verwechseln… Warum auch immer. Ich muss sagen, diese Ocean’s Sonstwas-Filme schau ich mir gern an – aber dann, wenn sie im Fernsehen laufen. Oder wenn man mit vielen Freunden im Kino ist, mit denen man sich auf keinen „besseren“ Film einigen kann. Aber cool sind sie, wenigstens Teil 1 und 2. Und wie es sich hier anhört, ist auch Teil 3 so. Ich hab immer das Gefühl, die Schauspieler machen das mehr so zum Spaß: „Hey, ich fahr dieses Jahr nicht in den Urlaub, ich dreh noch einen Ocean’s Sonstwas-Teil!“ Ich glaube, die Filme machen gerade deswegen Spaß, weil man diese Einstellung den Schauspielern anmerkt.

  3. Martin schreibt:

    Cool! Den werde ich mir jetzt nämlich auch gleich anschauen …

    Und nach Deinem Review freue ich mich jetzt auf einen unterhaltsamen Kinoabend mit Freunden! 🙂

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