Befreundetes Ausland

So, jetzt beginnt offiziell die Vorberichterstattung zur Dienstreise. Also, wie schon einmal erwähnt, geht es ja nach Bern, also in die Schweiz.

Nun muß ich dazu sagen, daß ich Reisen in die Schweiz oder nach Österreich von Natur aus irgendwie seltsam finde. Weil man dort, mehr oder weniger natürlich und in der Schweiz ja größtenteils eigentlich eher weniger, Deutsch spricht. Und als Deutscher ist man es ja eigentlich gewöhnt, von Ballermann-Touristen mal abgesehen, daß man sich im Urlaub nicht in der guten alten Muttersprachen verständlich machen kann. Und das hat irgendwie auch sein Gutes. Wenn um einen herum nur Menschen in einer Sprache parlieren, die man gar nicht bis nicht so toll versteht, dann kommt man gar nicht erst auf dumme Gedanken. Alles ist sowieso anders als zu Hause, da wundert es auch nicht mehr, daß die Leute auf der falschen Straßenseite fahren oder gegrillte Blutwurst zum Frühstück verdrücken. „Andere Länder, andere Sitten“, sagt man sich da gerne und gewöhnt sich sogar daran, beim Überqueren der Straße nach rechts zu schauen.

Demnach sind unsere beiden südlichen Nachbarländer also irgendwie „gefühltes Inland“ (Oh Gott, bitte nicht falsch verstehen! Jetzt hab ich garantiert ein paar ausländische Leser weniger…) Wenn man dann auf einmal in komischen Währungen bezahlen oder auch nur die „Kassa“ statt der „Kasse“ suchen muß, bringt einen das total durcheinander.

Oh, man durchschaut an der aufgegriffenen Beispiel-Problematik wahrscheinlich schon, daß die Dienstreise auch für den ein oder anderen Shopping-Trip genutzt werden soll…

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6 Antworten zu Befreundetes Ausland

  1. Thomas schreibt:

    Also meiner persönlichen Erfahrung spricht man in der Schweiz überhaupt kein Deutsch, auch nicht in der sog. Deutsch-Schweiz. Es sei denn natürlich der Schweizer mit dem du sprichst ist ein netter Mensch und gibt sich Mühe Hochdeutsch zu sprechen, wenn nicht, fühl dich wie im fremdsprachlichlichen Ausland. Das Deutsch der Straße dort, also abseits der Geschäftswelt oder der Medien, hat eher etwas mit einem leichteren Holländisch zu tun. Man versteht irgendwie schon ein paar Worte und wenn man Glück hat auch den Sinn dahinter.

  2. Miss Sophie schreibt:

    Tja, da war der Typ an der Hotelrezeption, mit dem ich ein paar Mal telefoniert habe, wohl ein netter Mensch 😉 Aber vielleicht auch von Berufs wegen…
    Also, Holländisch ist toll, ich kann ja schließlich Plattdeutsch! Super, wenn ich also was von denen will, snack ick einfach platt. Ich werde berichten.

  3. Dr. T. Le Vision schreibt:

    Den Bericht möchte ich echt lesen, wie du mit den Schweizern einfach plattdeutsch snackst… 😀

    Ich war noch nie in der Schweiz, habe höchstens mal mit welchen telefoniert, und das war bisweilen wirklich ziemlich schwer, alles zu verstehen. Ich finde die Schweiz aber irgendwie cool. So vom Image her.

  4. kreuzberger schreibt:

    Du schaust Du in Deutschland nie nach rechts, wenn Du eine Straße überquerst. Cool. 😉

    @Frau Doktorin: Was snackt man denn auf plattdüütsch? Krabben? 😉

  5. Miss Sophie schreibt:

    Oh, ich wollte schreiben „ZUERST nach rechts zu schauen.“ Aber die Gefahr kommt immer von links, das ist mein Motto 😉

    Op plattdütsch secht man ton Bespeel: „Moin, moin“.

  6. Pingback: Es geht auf große Fahrt! « Miss Sophies Blog

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