Grüüützi

So sagt man in Bern. Man spricht das aber ganz anders aus als im Fernsehen. Es klingt eher so wie „Grüüüüße“. Zuerst wußte ich gar nicht, ob das „Hallo“ oder „Tschüß“ heißen sollte. Und „Tschüß“ sagt hier auch keiner. Aber zurück zur Dienstreise:

So, Dienstreise heißt natürlich: Konferenz. Gestern gab es den kleinen Haken zu absolvieren, den es dabei gab: Ich mußte selber einen Vortrag halten. Hat auch ganz gut geklappt – sagt man, ich selber erinnere mich an nicht mehr viel. Solche Konferenzen sind toll, man trifft irre viele Leute, die man bisher nur als (Buch-)Autoren kennt. Natürlich würde es nicht viel bringen, wenn ich hier Namen nenne, aber mich hat es zeitweise schwer geschockt.

Na ja, Leute kennen lernen, neue Ideen aufgreifen und so, alles gut und schön. Aber es gibt auch Geschenke!

goodies.jpg

Ich würde jedem, der eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, empfehlen, dies in einer Branche zu tun, die für Versicherungen interessant ist. Wobei Pharma- und Computerkonzerne vielleicht auch ganz gerne mal was springen lassen. In dem Rucksack waren sogar noch Kekse!
Aber natürlich lernt man auch Leute kennen. Manchmal sogar mehr, als einem lieb ist. Heute gab es eine Stadtführung und am Ende gesellte sich ein Mädel zu mir. Man kam so ins Gespräch (auf Englisch), irgendwann die Frage „Where are you from?“ Und sie sagte, sie käme aus Kanada. „Ach“, meinte ich, „lustig, gestern abend hätte ich erst ein Mädel getroffen, die käme auch aus Kanada. Die wäre Doktorandin bei Herrn Soundso.“ – „Yeah <pause> that was me.“ Kein Mist, wahre Geschichte. Ich hatte die als blond in Erinnerung. War mir natürlich superpeinlich, aber sie blieb extrem professionell und nett. Na, Mathematiker eben, die sind eigentlich viel Härteres gewöhnt.

So, zum Abschluß noch ein paar Bilder aus Bern. Einer schönen Stadt, die jedoch Höhenunterschiede von 50 Metern auf kleinstem Raum aufweist. Das heißt, man kann sich dreidimensional verlaufen. Erfahrungsgemäß erhöht dies die Orientierungslosigkeit überproportional, nämlich exponentiell. Aber lassen wir Bilder sprechen: Morgen dann ein Ausflug mit Seilbahnfahrt!

aare1.jpgaare2.jpgbrunnen.jpg (click to view in full Pracht)

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4 Antworten zu Grüüützi

  1. karin schreibt:

    Und hier noch ein kleiner Tipp, damit Du morgen schon locker als Bernerin durchgehst:
    Grüessech. 😉

  2. kreuzberger schreibt:

    Das mit der Kanadierin hätte mir auch passieren können. Mein miserables Gesichtergedächtnis ist fast schon legendär. Ich weiß nicht, wie oft ich schon Menschen auf Partys gefragt habe, wie sie heißen, und die Antwort war sowas wie: „Immer noch irgendeinVorname“ oder „Wir kennen uns doch von…“.

  3. bullion schreibt:

    Das mit der Kanadierin ist echt klasse! Hätte ich zu gern gesehen… Fettnäpchen, man kann sie nur lieben… 😉

  4. Dr. T. Le Vision schreibt:

    Hui, keinen Fettnapf auslassen… 😀 Aber das sind so die Situationen, die echt blöd und peinlich sind, aber in denen man denkt: „Hey, das muss ich bloggen.“

    Mit Vorträgen ist das so ’ne Sache, find ich. Man hat ein bisschen Angst davor, aber wenn man fertig ist, dann ist man soooo stolz auf sich. Und man weiß, dass es dem eigenen Selbstvertrauen total gut tut. Wobei ich natürlich noch nie vor Buchautoren und anderen Koryphäen Vorträge gehalten hab. In diesem Sinne: Sei stolz auf dich. 🙂

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