Amerikanische Impressionen

So, endlich wieder zurück in good old Germany!

Nach einer Woche in Fort Collins und noch einem Tag in Colorados Hauptstadt Denver bin ich nun wieder im beschaulichen Göttingen angekommen. Und beschaulich scheint es hier nun im Vergleich in der Tat. Aber zunächst mal ein paar ungeordnete Eindrücke:

  1. Die Ausreise lief super unproblematisch. Anscheinend sind die auch einfach nur froh, wenn sie Mathematiker wieder aus ihrem Land rauskatapultieren können und ihre Ruhe haben. Fein!
  2. Endlich wieder dichtschließende Klotüren! Keine Ahnung, was das soll, aber in Amerika bleibt bei jeder öffentlichen Klotür immer ein ca 0.5 cm breiter Spalt offen, was zunächst doch arg befremdet. Immerhin sieht man so schon, was vor dem Klo gerade los ist und wenn es einen draußen nun ganz arg interessieren würde, was drinnen so vor sich geht, könnte er das auf jeden Fall rauskriegen. Seltsam.
  3. Endlich wieder unfreundliche Menschen, mit denen man nicht reden muß! Die deutsche Paßkontrolle – einfach nur herrlich. Keine Begrüßung, mürrischer Blick auf Paß und Visage, genervtes Weiterwinken. Kein einziges Wort! Kein „How are you today?“, „What brought you to Fort Collins?“ „How was your morning so far?“ (Wie soll er vor dem ersten Kaffee schon gewesen sein, Du Starbucks-Fuzzi?) Da ich ausgerechnet diese nervigen Floskeln im schönsten Verkäufer-Englisch auch nie verstanden habe und Nachfragen peinlich wurde, habe ich mir irgendwann angewöhnt, in Gesprächen so lange zu schweigen, bis wichtige und erwartete Informationen offensichtlich kundgetan wurden. Im Wesentlichen war das dann der Preis von irgendwas. Ansonsten einfach immer „Thank you!“ und lächeln. Englisch ist einfach.
  4. Mein absolut bester Amerika-Moment, den ich einfach nur super fand, weil er alles in diesem Land auf einen Punkt zu bringen scheint (Begeisterungsfähigkeit, Offenheit und eine manchmal gewöhnungsbedürftige Einschätzung dessen, was „crazy“ ist): Am Donnerstag gegen 17 Uhr Ortszeit (Mitternacht deutscher Zeit) gehe ich aus Downtown Fort Collins mit meinem Kollegen zurück zu meinem Hotel. Wir überqueren einen Zebrastreifen, uns kommen dabei zwei junge Mädels entgegen, die offensichtlich gerade was auf ihr iPhone reingekriegt haben. Sie sind so aus dem Häuschen, daß sie einfach mal zwei Wildfremde, in diesem Fall also uns, mitten auf dem Zebrastreifen anquieken: „Michael Jackson died! Isn’t that crazy?“ It’s crazy indeed, my dear Americans!

Trotzdem, mir hat dieser Aufenthalt sehr, sehr gut gefallen. Vieles ist wie in Deutschland, aber irgendwie doch ganz anders. Man muß vielleicht echt mal da gewesen sein. Demnächst dann hoffentlich noch etwas mehr – und vielleicht ja auch Fotos! 🙂

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Absurditäten, Aus nah und fern, Der Mensch freut sich veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Amerikanische Impressionen

  1. bullion schreibt:

    Zu 2: Haha, genau das ist mir damals auch aufgefallen. Schon wirklich erstaunlich. Da will man doch seine Ruhe haben!

    Auch ansonsten nette Geschichten, die man so wohl nur in the US of A erleben kann… 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s