Bombenfund in Göttingen

Oh Mann, da konnte ich mir gerade noch verkneifen, in der Überschrift irgendwas mit „Bombenstimmung“ zu verbraten… Soo witzig war es gestern auch eigentlich fast nicht, als plötzlich Flüstertütendröhnen von außen in die Miss Sophiesche Muckelbude drang. Scheppernd wurde ich darüber informiert, daß da die Feuerwehr spricht, die jetzt gerne eine Bombe entschärfen möchte, die sich wohl im Verlaufe des gestrigen Nachmittages direkt bei mir um die Ecke angefunden hat. Und daß ich mich vom Acker machen soll.

Na gut, dann wurden die Topmodels also mal auswärts gesehen, noch schnell was zum Stricken eingepackt und los ging’s, raus aus der Gefahrenzone. Blöderweise war mit dem Ausscheiden von Pauline und Leyla noch nicht mal die Evakuierung beendet und so dauerte es bis Mitternacht, bis dann mit neuester Wasserstrahlschneidetechnik (oder so) das Bömbchen entschärft wurde. Natürlich rechnet man sich dann gerne aus, wie wohl die Wahrscheinlichkeit ist, daß die Bombe in den nächsten 6 Stunden hochgeht, wenn sie das 60 Jahre lang nicht getan hat – aber es kommt da natürlich drauf an, welche Lebensdauerverteilung man zu Grunde legt 😉 Naja, und wenn man das Ding einmal mit dem Bagger angetickt hat, wird es ja vielleicht auch böse und sammelt die letzten Lebensgeister noch mal zusammen. Was weiß ich.

Da ich meinen Mitmenschen nicht so gerne auf den Wecker falle, habe ich mich ins Büro verkrümelt und auf weitere Nachricht gewartet. Hier zeigte sich übrigens mal wieder die Überlegenheit von twitter in solchen Situationen, damit war ich vergleichsweise gut informiert und gegen 1 Uhr durfte es dann endlich wieder ins heimische Bettchen gehen. Home sweet home!

P.S.: Das Göttinger Tageblatt hat ein ganz informatives Filmchen dazu gedreht, das man hier sehen kann:

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Bücher auf Rädern

Letztens, als ich mich so in der Familienkutsche meiner Eltern gemütlich über den Deich chauffieren ließ, erblickte ich den beliebten Bus der Linie 225, der treu im Stundentakt bis ganz raus nach „fast-nicht-mehr-Hamburg“ pendelt, um dort regelmäßig ein bis zwei Fahrgäste einzusammeln und auszuspucken. Da wurden sofort Erinnerungen wach, denn mit dieser Linie (na gut, ganz früher hieß sie noch 324 und sorgte dafür, daß ich mir wenigstens merken konnte, was 18 zum Quadrat ist) bin ich mit meiner Oma immer nach Bergedorf zum Einkaufen gefahren. Damals gab es in Bergedorf noch einen Hertie, da kannten uns die Verkäuferinnen schon, und wenn man lieb war, durfte man sich einen Raider aussuchen. Ja, so war das!

Das gibt es leider alles nicht mehr, aber immerhin noch den Bus, der jedoch ein bißchen anders war als sonst. Direkt hinter dem Fahrerkabüffchen, wo sonst entweder gehbehinderte Omas oder die ganz coolen Erstklässler sitzen, stand so etwas wie ein rotes Regal rum. Mein erster Gedanke, daß da wohl einer mit dem Bus im IKEA war, wurde zerschlagen, denn meine Mama wußte natürlich längst Bescheid: Hier kann man sich während der Fahrt mit neuen (also natürlich: gebrauchten) Büchern versorgen und diese dann auch gerne mit nach Hause nehmen. Nach dem Auslesen kann man sie dann entweder zurückbringen oder im Tausch ein anderes Buch in das Regal schmuggeln.

Eine tolle Idee, wie ich finde! Gebrauchte Bücher gibt es wie Sand am Meer, wer’s nicht glaubt, kann sich z.B. vor der Z-Mensa in Göttingen umschauen… Aber irgendwie auch traurig, daß die keiner mehr liest, also um so schöner, daß nun vielleicht doch mal das ein oder andere Buch einen neuen Besitzer findet. Und anstatt ausgelesene Bücher für einen Euro bei Ebay zu verticken, kann man sie auch wirklich besser direkt dort abgeben. Mehr Infos über diese Aktion gibt es übrigens z.B. auf Facebook oder hier.

Bleibt zu hoffen, daß die Aktion gut angenommen wird und die Bücher auch einigermaßen gut gesichert sind. In Bussen habe ich während meiner Schulzeit echt so einiges erlebt, kleiner Unfall inklusive. Wenn einem dann zusätzlich zum Schock auch noch Hera Lind an die Rübe fliegt, das muß ja nicht sein…

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To Pingsten, ach wie scheun…

… wenn de Natur so greun! Ja, plattdeutsches Liedgut wird im Hause Miss Sophie echt hochgehalten. Legendär ist zu diesem Song auch der NDR-Clip mit den 70er-Jahre-Stars des Ohnsorg-Theaters. Wieso gibt’s den eigentlich nicht auf Youtube? Bei uns gehört der Song jedenfalls zum Standardprogramm, wenn es im Frühjahr mal ins Grüne geht und daher kommt übrigens auch der von mir gerne und häufig verwendete Ausdruck „witte Maibüx“ für ein frühlingshaft helles Beinkleid. Beispielsatz: „Kiek mol, de Michael hett een witte Maibüx an, nu wart datt Freuling!“

Heute ging es mit Mama und Papa in die Dalbekschlucht bei uns in der Nähe, genauergesagt bei Börnsen. Und wenn eine Schlucht schon ihren eigenen Wikipedia-Eintrag hat, dann kann sie ja nicht schlecht sein. Wir entschlossen uns, einen am Parkplatz angepriesenen Rundweg einzuschlagen, von dem wir uns aber im Wesentlichen merkten, daß er, äh, rund war. Wenige Minuten später verschluckte uns der Wald und schon am ersten Baum waren wir selig: Juchu, ein gelber Pfeil, wir sind auf dem richtigen Weg! Nun ging es also immer den Pfeilen nach und die Dalbek plätscherte friedlich in ihrem Bachbettchen.

Es ging so weiter über Stock und Steine und wir hatten das Gefühl, schon eine ganz gute Runde des Rundwegs absolviert zu haben. Aber was macht der böse Wanderweg da auf einmal? Spuckt uns in einem Wohngebiet aus!

Nun bin ich persönlich ein ziemlich großer Fan von „in hübschen Wohngebieten spazieren gehen“ und schaue mir auch gerne mal nette kleine Vorgärten, rumtobende Rauhhaardackel, sprudelnde Bauhaus-Springbrunnen und 80er-Jahre-Bungalows an, aber hier lief ja wohl was schief. Allein, die gelben Pfeile prangten nun nicht mehr auf Bäumen sondern an urbanen Artefakten wie Straßenschildern und lotsten uns immer weiter weg vom Wald. Irgendwann durfte das iPhone mitspielen und teilte uns mit, daß allein schon der Weg vom aktuellen Standort zurück zum Auto eine ganz ansehnliche Strecke war. Schweren Herzens sagten wir den Pfeilen good bye, vertrauten uns der Bundesstraße an, vermissten das Plätschern der Dalbek – und tauchten wieder in Börnsen auf.

Hier stellten wir uns eine Frage, die leider zwei Stunden zu spät kam: Wer zum Teufel war eigentlich auf die Idee gekommen, daß die saublöden gelben Pfeile „unseren“ Rundweg markierten? Taten sie nämlich gar nicht. Wie sich eben herausstellte, markieren sie brav den Weg von Börnsen nach Escheburg, und da waren wir zwischenzeitlich auch tatsächlich. Wenn man auf den Hamburger Speckgürtel steht, sind das übrigens zwei super Ortschaften, aber natürlich nicht ganz so schön wie Kirchwerder 😉 Und doch weiter voneinander entfernt als man denkt…

Ganz schön kaputt kamen wir dann wieder beim vertrauten fahrbaren Untersatz an und setzten ein Häkchen bei „Pfingstspaziergang 2010“. Was mir fehlt, ist wohl noch eine Wander-App für’s iPhone, bislang entdeckt habe ich aber nur Tracking-Apps, die das ganze Getorkel live mitschneiden, so daß man sich seine Route dann noch mal zu Hause auf Google Earth anschauen kann. Falls man während des Wanderns die ganze Zeit an seinem kleinen Spielzeug rumgedippelt und vom Drumherum nicht viel mitbekommen hat, ist das natürlich saupraktisch! 😉

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Oster-News

Wir unterbrechen die feiertägliche Stille kurz für drei wichtige Mitteilungen:

  1. Frohe Ostern an alle Leser! Ostern darf man ja, wie an Weihnachten, noch mal ein bißchen Kind werden, und sich mit einer leicht gehobenen Augenbraue, aber auch einem zufriedenen Schmunzeln über das mit Moos ausgepolsterte Körbchen mit Schoki und gefüllten Eiern freuen, das tatsächlich noch auf einen wartet. 🙂
  2. Wer monetär gefüllte Eierlein vorfand und die Kohle nun gleich loswerden möchte: Die erste Staffel von „How I met your Mother“, der besten Serie überhaupt, gibt es heute (keine Ahnung, für wie lange) für nur 9,97 bei Amazon. Kaufen! Jetzt!
  3. Das iPhone ist übrigens immer noch super! Fehlt mir eigentlich nur noch das hier. Ich ertappe mich sowieso immer mehr dabei, wie ich das seelenloose Elektronikhäufchen (es schmerzt, das zu schreiben!) vollkommen vermenschliche. Da es (genau wie wir!), über Nacht seine Akkus aufladen muß, darf es sowieso meistens mit ins Schlafzimmer und dort aufladen. Zur Sicherheit im Flugzeugmode… Wenn es mich nun morgens auch noch wecken würde, würde ich es wohl irgendwann heiraten!
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Miss Sophie hat ein iPhone

Seit Neuestem bin ich stolze Besitzerin eines schicken iPhones – und extrem zufrieden mit meiner Investition. Mittlerweile ist mir aufgefallen, daß ich zwei Jahre zu spät bin, um dadurch wirklich auf einen Schlag cool, hip und trendy geworden zu sein. Aber darum ging’s ja auch nicht. Na gut, jedenfalls nicht primär 😉

Schon nach der ersten Berührung war klar, daß das iPhone und ich Freunde werden. Es liegt schön in der Hand, hat genau das richtige Gewicht und sieht einfach schick aus. Und um gleich den beliebtesten Gag abzuwehren: Ja, man kann mit dem iPhone auch telefonieren! Angeblich ist die Sprachqualität auch ziemlich gut, jedenfalls versteht man mein mobiles Genuschel jetzt wohl besser als sonst. Na gut, dafür hatte ich mir das Gerät aber eigentlich nicht gekauft. Nein, nein, als bekennender Internet-Schwerst-Junkie wollte ich natürlich überall online sein, meine Mails checken und gelegentlich mal im Internet surfen. Die Welt ist ja voller Rätsel, und ich möchte doch so gerne ein paar von ihnen lösen! Auftritt iPhone.

Mit dem integrierten Browser kann man jederzeit online gehen. Wenn man an seinem aktuellen Standort gerade 3G-Empfang hat oder sich sogar an einem Hotspot befindet, geht das sogar ziemlich schnell. Aber für den kleinen Surfgang zwischendurch reicht notfalls auch normales Edge aus. Natürlich ist der Bildschirm ziemlich klein, die Auflösung finde ich aber einfach nur phantastisch. Außerdem kann man alles im Handumdrehen größer zoomen: Einfach Fingerchen zusammenlegen und auseinanderziehen: Der Bildschirminhalt scheint an den Fingern festzukleben und vergrößert sich! Es sind diese vielen kleinen Ideen, die mich zu einer begeisterten iPhonista machen. Die Steuerung ist zum Teil so intuitiv, daß man vollkommen vergißt, daß alles nur auf einem Bildschirm existiert.Bestes Beispiel: Das kleine Kugelspiel „Labyrinth“, bei dem über den Bewegungssensor des iPhones die wahrscheinlich allen bekannte Form von Geduldsspiel simuliert wird, bei der man eine Kugel durch ein Labyrinth bugsieren muß, ohne sie in eines der zahlreich angebrachten Löcher fallen zu lassen. Ich gebe zu, daß ich mich locker mal eine Minute einfach darüber freuen kann, daß das „Gameplay“ derart täuschend echt ist, daß man fast das Gefühl hat, das Holz zu riechen, während man eigentlich nur Elektronik in der Hand hält und auf einen Bildschirm starrt. Auch andere Spielchen setzen die speziellen Möglichkeiten des iPhones sehr gut um.

Überhaupt: Spielchen! Oder, etwas allgemeiner: Apps! Denn wie Apple so schön sagt: Es gibt für alles eine App. Für die Einkaufsliste, zum Trainieren des Gehirns (hey, ich nutze schon 54% meines Gehirns und der Pfeil geht nach oben!), zum Eierkochen, You-Tube-Videos-Gucken, Bahn- und Busfahrplan abrufen, Wasserwaage, Twitter, Facebook… You name it, there’s an App for it! Besonders die grenzdebilen Apps haben es mir angetan: Das supersimple Hüpfspiel „Doodle Jump“ ist für 79 Cent uneingeschränkt zu empfehlen. Für den gleichen Preis gibt es auch eine meiner Lieblingsapps: „Sleep Cycle“. Dazu legt man das iPhone während der Nacht neben sein Kopfkissen auf die Matratze (sicherheitshalber im Flugzeugmode, von wegen Strahlung und so…) und der Bewegungsmelder registriert die Matratzenbewegungen. Daraus schließt das schlaue Gerät, wann Miss Sophie träumt und leicht schläft und wann sie gaaaanz tief schnurchelt. Man kann auch noch eine Weckzeit einstellen, dann behält die App sich vor, einen innerhalb einer halben Stunde vor diesem Zeitpunkt zu wecken – ausgewählt nach einer Leichtschlafphase, so daß man erfrischt erwacht. Klingt bescheuert? Ist es auch – macht aber trotzdem Spaß. Hier mal ein Miss-Sophie-typischer Sleep Cycle:

Seinen Platz an meiner Seite hat es sich nicht zuletzt durch seine Fähigkeiten als Reisebegleiter gesichert. So ging es in der letzten Woche beruflich nach Leipzig, wo ich vorher noch nie war, mich also nicht auskannte. Nun war ich nur in der Innenstadt unterwegs und die ist eigentlich nicht sooo unübersichtlich – aber trotzdem: Die Kartenfunktion kam einige Male zum Einsatz und als meinem Kollegen und mir spontan nach Sushi war, lotste uns das Qype-Radar gekonnt zur ersten Sushi-Bar am Platze – yummieh, war das lecker! 🙂 Und natürlich haben wir uns schlaugemacht: Nachdem wir gerade so das Gewandhaus als solches erkannten, waren wir mit unserem Latein auch schon am Ende: Wann wurde das denn gebaut? Was soll das komische Bild da an der Decke? Und das Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite vom Platz? Moment, was ist das überhaupt für ein Platz??? Die feine App „around me“ bietet die Umkreissuche an, die Wikipedia-Artikel zu Einträgen aus der unmittelbaren Umgebung anzeigt. Also die Lösung: 1981, das größte Deckengemälde Europas, die Oper, der Augustusplatz – im Handumdrehen!

Fazit: Ich habe einen neuen kleinen Freund gefunden, der mich vor allem unterwegs immer bei Laune hält und mir treue Dienste leistet: Ob Filme gucken auf der Zugfahrt oder nur schnell ein Knobelspielchen in der Supermarktschlange – von den Möglichkeiten bin ich total begeistert. Da ich nicht so der SMSer bin, aber begeisterter Mailer und Social-Network-Nutzer, freut es mich außerdem, daß ich auch da unterwegs besser auf dem Laufenden bin und halten kann. Das ist auf jeden Fall eine neue Liebe, die bis ans Ende des Akkus halten wird! 🙂

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Oscar-Tipps

Von der Seite Gutschein-Codes.de bin ich eingeladen worden, am Oscar-Gewinnspiel teilzunehmen – da sage ich doch nicht nein Nachtrag: Auf der Seite gibt es natürlich viele tolle Gutscheine 😉 Z.B. auch für Filmfans! Näheres gibt es hier oder hier. Nö, für Werbung war ich mir noch nie zu schade! 🙂. Hier sind also die offiziellen Miss-Sophie-Tipps (inklusive Kommentaren, natürlich):

  • Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges (obwohl ich es natürlich George Clooney gönnen wurde. Der ist einfach nur super!)
  • Beste Hauptdarstellerin: Sandra Bullock (die ist wirklich furchtbar, alleine schon der Trailer zu diesem Film „The Blind Side“ in letzter Zeit, *grusel*)
  • Beste Regie: Kathryn Bigelow (eine Frau beim Regie-Oscar? Und dann auch noch für so’n komischen Kriegsfilm?)
  • Bester Film: Avatar (natürlich wissen wir alle, daß „Up in the Air“ der beste Film ist. Vor allem ist es ja auch ein richtiger Film. Also, mit echten Leuten und so. Und mit George Clooney. Hab ich schon erwähnt, daß ich den super finde?)
  • Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz (da scheinen sich alle einig zu sein. Wieso finden eigentlich seit Neuestem auch noch alle Frauenzeitschriften, daß der Typ gut aussieht? Egal, ich find ja Tarantino eh doof…)
  • Beste Nebendarstellerin: Mo’nique (damit auch ein Oscar an „die sympathische Außenseiterin“ geht und man alle Diskriminierungsklagen schon mal abwenden kann. Ich hätte es der Anna Kendrick gegönnt, die hat immer so niedlich verbissen geguckt.)
  • Bester Animationsfilm: Up (Jo! Der hat es verdient und der bekommt ihn auch!)
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Up in the Air (hier kriegt dieser überragende Film dann noch den verdienten Oscar!)
  • Bester ausländischer Film: Das weiße Band (wie gut, daß ich den nicht sehen muß. Dieser Haneke hat es echt drauf, Filme zu machen, die kein Mensch versteht. Ich hab irgendwann mal „Cache“ gesehen und beschlossen, daß ich das nie wieder brauche… Aber so Oscar-Menschen gefällt das ja!)
  • Bester animierter Kurzfilm: A Matter of Loaf and Death (??? Nie von gehört…)
  • Bestes Szenenbild: Avatar
  • Bestes Kostümdesign: The Young Yictoria
  • Bester Dokumentarfilm: The Cove
  • Bestes Make-Up: Star Trek
  • Bester Tonschnitt: Avatar
  • Bester Ton: Avatar
  • Beste visuelle Effekte: Avatar
  • Beste Filmmusik: Up
  • Bester Filmsong: The Weary Kid – Crazy Heart

So, jetzt können die Oscars also kommen!

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Curling!

Juchu, es gibt wieder Olympia! Oder, wie man im Hause Miss Sophie immer so süß-dämlich sagt: Plympia!

Während ich keine einzige Wintersportart beherrsche, noch nie auf Skiern gestanden bin und eine furchtbare Angst vorm Schlittschuhlaufen habe (seitdem ich die furchtbare Phantasie entwickelt habe, daß ich hinfalle und dann unter die messerscharfen Kufen von wem anderen gerate. Hat mal wer die „Kufen“ von Eisschnellläufern gesehen? Millimeterdünn! Wie gruselig!), bin ich doch total fasziniert vom Passivsporteln, sprich: TV gucken.

Heute gibt’s Curling, das hat sich ja vom Geheimtipp mittlerweile zum echten Publikumsmagneten entwickelt. Keiner weiß wieso. Die Hallen sind proppevoll mit Kanadiern, die anderen beim Steineschubsen und Besenrödeln zugucken. Und auch im Fernsehen kommt es irgendwie ziemlich gut (es gibt auch nicht so viele schnelle Schnitte und hat auf jeden Fall was Beruhigendes).

Ein paar Sachen würden mich noch interessieren:

  1. Bringt das Wischen eigentlich was? Das klingt natürlich supergut, von wegen: Wischen – Reibung – Wärme – Schmelzen – Rutschen, aber was soll das bißchen Gerubbel denn eigentlich wirklich ausrichten? Mein Verdacht: Ohne die blöde Wischerei würde sich das keine Sau angucken. Wahrscheinlich wäre das noch nicht mal olympisch. Und das wissen die Curler auch…
  2. Wie schaffen die Wischer das, nicht die anderen Steine umzunieten, während sie wischen? Das ist ja totales Multi-Tasking: Selber rutschen, wischen und auf die Steine aufpassen. Wie schaffen Männer sowas eigentlich? 😉
  3. Was bölken die eigentlich dauernd so rum? Das könnte wesentlich meditativer wirken, wenn die einfach nur schubsen und dann genießen würden. Der Stein läßt sich außerdem wahrscheinlich nicht mehr beeinflussen. Okay, der Speer beim Speerwurf auch nicht, aber Speerwerfen hat ja auch irgendwie was martialisches, da paßt das. Mit dem Stein könnte man ja höstens eine festgefrorene Ente erlegen.. Oder ist das nur, um die Wischer davon abzuhalten, über ihr Tun nachzudenken?
  4. Wie sind eigentlich die Regeln???

Tja, Fragen über Fragen – trotzdem ein faszinierendes TV-Ereignis! Deutschland scheint auch gerade ein Spiel gewonnen zu haben, juchu! Bleiben wir also dran.

P.S.: Ja, diese Sportart ist wirklich verdammt leicht zu verarschen… Aber deswegen macht es nicht weniger Spaß! 🙂

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Blümchen

Vor langer, langer Zeit, genauer gesagt im Sommer nach meinem Abi, habe ich zusammen mit einer Freundin den ersten und bisher einzigen richtigen Sommer- und Badeurlaub meines Lebens unternommen. Es ging nach Teneriffa. Als Andenken nahm ich mir, für relativ günstiges Geld, eine kleine Strelitzie mit. Die gibt es ja massenhaft auf der Insel, und mit Voraussicht entschied ich mich gegen die fertigen Blümchen in Cellophan und für ein kleines Töpfchen mit drei Blättchen, davon war eines auch noch ein bißchen angeranzt.

Aus dem Pflänzchen wäre überhaupt nichts geworden, wenn meine Mama sich nicht gleich so liebevoll um es gekümmert hätte. So wurden aus den drei Blättchen bald mehr und das ganze Blümchen stattlicher. Nach ein paar Umtopfungen ist es mittlerweile bummelig 1,50m groß und der zugehörige Topf wird bevorzugt per Rolluntersetzer bewegt. Nachdem sich sieben Jahre lang jeder neue Sproß als eher langweiliges Blatt entpuppte, hatten wir schon befürchtet, eine Blindgänger-Blume erwischt zu haben. Also war die Freude ziemlich groß, als sich dann doch endlich ein knubbeliger neuer Stängel als Blüte entpuppte. Tada!

Bird-of-paradise 1

Da die Bergedorfer Zeitung immer noch nicht da war, um endlich mal gebührend über das Phänomen zu berichten und ich auch erst heute dazu gekommen bin, ein paar hübsche Bilder von der (mittlerweile: dritten) Blüte zu machen, soll sie wenigstens hier einen kleinen Eintrag wert sein 😉

Bird-of-paradise 2

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Filmkritik: Wenn Liebe so einfach wäre

Inhalt: Jane (Meryl Streep) ist eine erfolgreiche Frau in den besten Jahren, wie man heutzutage so schön sagt: Sie leitet eine florierende kleine Bäckerei, nennt ein wunderschönes Häuschen samt Anwesen in Santa Barbara ihr eigen und hat drei wohlgeratene, mittlerweile erwachsene Kinder. Seit über zehn Jahren ist sie von ihrem Ex-Mann Jake (Alec Baldwin) geschieden, er hat sie für die deutlich jüngere Agnes (Lake Bell) verlassen. Auch wenn die Zeit der Feindseligkeiten vorbei ist, leidet Jane insgeheim noch immer unter der Trennung und vor allem ihrer Einsamkeit. Doch dann passiert das Unvorhersehbare (na gut, zumindestens wenn man noch keinen Trailer gesehen hat…): Bei einem Familientreffen funkt es plötzlich wieder zwischen Jane und Jake – und die beiden beginnen einen Affäre! Daß Jane nun plötzlich „die andere Frau“ ist und eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat, stürzt sie in arge Gewissensnöte, während Jake frohlockt und die Situation sichtlich genießt. Vielleicht gibt es doch noch eine gemeinsame Zukunft für die beiden? Um die Situation noch ein bißchen komplizieter zu machen (vgl. Titel des Films), gibt es auch noch den netten, geschiedenen Architekten Adam (Steve Martin), der für Jane arbeitet und sich in sie verliebt hat. Tja, mein Herzblatt, nun mußt Du Dich entscheiden…

Kritik: Schon seit einiger Zeit hat Hollywood ja die sogenannten „Silver Ager“ für romantische Komödien entdeckt, spätestens seit „Was das Herz begehrt“ dürfte klar sein, daß man auch jenseits der 50 noch Schmetterlinge im Bauch haben und sich reichlich bescheuert benehmen darf. Natürlich gehen auch bei „Wenn Liebe so einfach wäre“ ein paar Lacher auf Kosten des Alters, wobei sich die beiden Hauptdarsteller ohne Scheu selbst auf die Schippe nehmen. Damit wären wir auch schon gleich bei dem Hauptgrund, der den Film so sehenswert macht: Die Chemie zwischen Meryl Streep und Alec Baldwin stimmt einfach! Während Meryl Streep stets die Sympathien des Publikums auf der Seite hat (Wie viele junge Frauen denken sich wohl: „Wenn ich älter werde, möchte ich so sein wie die Meryl?“ Okay, ich selbst wahrscheinlich auch…) suhlt sich Alec Baldwin geradezu in seiner Rolle als angegrauter „Bad Boy“. Schon in dem von mir ja sehr geliebten „30 Rock“ gelingt ihm der Spagat zwischen egoistischem Macho und liebenswertem Knuddelbärchen einfach nur perfekt, weitere Pluspunkte sammelt er noch dadurch, daß er sich anscheinend auch nicht zu schade ist, mal seinen pelzigen Waschbärbauch in die Kamera zu halten. Daumen hoch für Alec Baldwin!

Insbesondere die erste Hälfte des Films bietet mit der entstehenden Situationskomik einfach nur jede Menge Spaß für den Kinobesucher, wobei man ausnahmsweiße auch mal nicht alle witzigen Stellen schon aus dem Trailer kennt. Dabei gelingt es dem Film insbesondere sehr gut, eigentlich recht simple Gags, die in anderen Filmen sogar schnell pubertär gewirkt hätten, dank des gereiften Alters und der Klasse der Hauptdarsteller extrem gut rüberkommen zu lassen (Man stelle sich den Skype-Video-Gag mal in „American Pie“ vor…). Gegen Ende des Films wird es dann ein bißchen ernster, schließlich muß die gute Meryl sich nun langsam mal entscheiden, wo es denn lang gehen soll. Hier muß man kritisch anmerken, daß Steve Martin als bodenständige Alternative zu Alec Baldwin nicht besonders gut rüberkommt. Das fängt bei der etwas langweiligen Charakterisierung an und hört bei der deutschen Synchronstimme auf, die auffallend so klingt als hätte sie ein Problem mit ihren dritten Zähnen. Nachdem das Drehbuch eigentlich zunächst recht forsch-fröhlich ist (hey, es darf sogar gekifft werden!), hätte man sich da für das Ende vielleicht eine etwas knalligere Lösung gewünscht. Dennoch bleiben viele gelungene Gags in Erinnerung, deswegen von mir eine dringende Empfehlung!

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Ho-ho-ho!

Winterkarte 09

Allen Lesern dieses Blogs wünsche ich ein fröhliches, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest.Laßt Euch reich beschenken, futtert reichlich und feiert mit Euren Lieben. Werde ich jetzt auch machen und ein paar gemütlich Tage in Hamburg genießen.

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