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Endlich – Bilder!

Wie bereits versprochen, gibt es nun endlich auch ein paar Bilder von meiner kleinen Reise in die Staaten. Viele von ihnen wurden übrigens von meinem fotobegeisterten Kollegen aufgenommen.

Auf dem CSU-CampusAuf dem Campus der Colorado State University (CSU) in Fort Collins. Ein nagelneues Informatikgebäude.
Fort Collins bei Nacht
Fort Collins bei Nacht
Drive-In-Grünanlage
Wie praktisch, eine Drive-In-Grünanlage!
Vor dem Starbucks in Downtown Fort Collins
Ich find’s super wenn ich etwas trinken kann, was ich kenne. 8000 km von zu Hause entfernt.
Rockies I
Nun aber das Highlight – die Wanderung in den Rocky Mountains!
Rockies II

Rockies III

Rockies IV
Ein Streifen-Squirrel
Ein Streifen-Hörnchen, wie süüüüß!

Badespaß in Denver, Colorado
In Denver war es leider viel zu heiß. Aber nicht jeder sucht sich seine Abkühlung gerne im Fluß…
Altes Haus in Denver, ColoradoDie Stadt hat einen gewissen morbiden Charme.

So, endlich wieder zurück in good old Germany!

Nach einer Woche in Fort Collins und noch einem Tag in Colorados Hauptstadt Denver bin ich nun wieder im beschaulichen Göttingen angekommen. Und beschaulich scheint es hier nun im Vergleich in der Tat. Aber zunächst mal ein paar ungeordnete Eindrücke:

  1. Die Ausreise lief super unproblematisch. Anscheinend sind die auch einfach nur froh, wenn sie Mathematiker wieder aus ihrem Land rauskatapultieren können und ihre Ruhe haben. Fein!
  2. Endlich wieder dichtschließende Klotüren! Keine Ahnung, was das soll, aber in Amerika bleibt bei jeder öffentlichen Klotür immer ein ca 0.5 cm breiter Spalt offen, was zunächst doch arg befremdet. Immerhin sieht man so schon, was vor dem Klo gerade los ist und wenn es einen draußen nun ganz arg interessieren würde, was drinnen so vor sich geht, könnte er das auf jeden Fall rauskriegen. Seltsam.
  3. Endlich wieder unfreundliche Menschen, mit denen man nicht reden muß! Die deutsche Paßkontrolle – einfach nur herrlich. Keine Begrüßung, mürrischer Blick auf Paß und Visage, genervtes Weiterwinken. Kein einziges Wort! Kein “How are you today?”, “What brought you to Fort Collins?” “How was your morning so far?” (Wie soll er vor dem ersten Kaffee schon gewesen sein, Du Starbucks-Fuzzi?) Da ich ausgerechnet diese nervigen Floskeln im schönsten Verkäufer-Englisch auch nie verstanden habe und Nachfragen peinlich wurde, habe ich mir irgendwann angewöhnt, in Gesprächen so lange zu schweigen, bis wichtige und erwartete Informationen offensichtlich kundgetan wurden. Im Wesentlichen war das dann der Preis von irgendwas. Ansonsten einfach immer “Thank you!” und lächeln. Englisch ist einfach.
  4. Mein absolut bester Amerika-Moment, den ich einfach nur super fand, weil er alles in diesem Land auf einen Punkt zu bringen scheint (Begeisterungsfähigkeit, Offenheit und eine manchmal gewöhnungsbedürftige Einschätzung dessen, was “crazy” ist): Am Donnerstag gegen 17 Uhr Ortszeit (Mitternacht deutscher Zeit) gehe ich aus Downtown Fort Collins mit meinem Kollegen zurück zu meinem Hotel. Wir überqueren einen Zebrastreifen, uns kommen dabei zwei junge Mädels entgegen, die offensichtlich gerade was auf ihr iPhone reingekriegt haben. Sie sind so aus dem Häuschen, daß sie einfach mal zwei Wildfremde, in diesem Fall also uns, mitten auf dem Zebrastreifen anquieken: “Michael Jackson died! Isn’t that crazy?” It’s crazy indeed, my dear Americans!

Trotzdem, mir hat dieser Aufenthalt sehr, sehr gut gefallen. Vieles ist wie in Deutschland, aber irgendwie doch ganz anders. Man muß vielleicht echt mal da gewesen sein. Demnächst dann hoffentlich noch etwas mehr – und vielleicht ja auch Fotos! :-)

Live aus Colorado

So, nach einem ziemlich langem Flug, auf dem es aber reichlich coole Berieselungsmöglichkeiten gab (endlich mal eine Folge von “30 Rock” gesehen und “Er steht einfach nicht auf Dich” (<- doof, aber lustig!)), ging es ohne größere Probleme in das Land der unbegrenzten totalen Überwachung.

Also Fingerchen auf das Scan-Feld und Brille ab für das Fahndungsfoto (”just in case…”). Am meisten Probleme gab es eigentlich in Deutschland. Da waren die ganz schön scharf drauf beim Filzen nach dem Check-In. Also alles auf das Förderband, und da mein Rucksack gerade offen war und die fette Digital-Spiegelreflex rauslugte, fragte der Polizist mal eben: “Haben Sie eine Kamera da drin?” “Äh, ich? Ja, schon (scheiße, ist das jetzt verboten?)”. “Dann kommen Sie mal bitte mit.” (”Scheiße, es ist verboten!!!”). Mein Kollege, der auch mitgeflogen ist, meinte noch: “Ich hab aber auch eine”. Der Polizist zuckt mit den Schulter, “Stichprobe”. Tja, kann nicht jeder in der Lotterie gewinnen, sag ich ja immer.

Also ging es in ein abgetrenntes Kabuff, immerhin mit Glasscheiben. Dort wurde mit einem Papierstreifen die Kamera abgewischt (dann noch die Frage: “Gute Bilder?”, die mich total aus dem Konzept brachte. Irgendwie eine Fangfrage?) und das dann auf so einen Scanner gelegt. Dazu möchte ich gerne darauf hinweisen, daß es mich schon ein bißchen beruhigt hätte, wenn ich gewußt hätte, auf was da eigentlich getestet wurde. Ich weiß es bis heute nicht! (vermute aber, Sprengstoff). Da der Test dann negativ war, wurde noch mein Block abgewischt. (Anmerkung des Polizisten: “Der ist ja ganz leer” (”Oh Gott, dabei ist es doch verboten, leere Blöcke mit an Bord eines Flugzeugs zu nehmen! Meine Lage kam mir immer aussichtsloser vor. Zumal ich mich in Widersprüche verstrickte: “Oh, da muß ich die Seiten wohl rausgerissen haben… Ich hab den schon benutzt.”) Am Ende fand er doch noch eine beschriebene Seite: “Ihh, das sieht aus wie Mathe” (”Ich werde nie aus diesem verdammten Land rauskommen… Mathematiker sind alle Terroristen”). Tja, auch am Block konnte nichts gefunden werden.Was auch immer die gesucht haben.

Und das war das spannende Abenteuer!

Heute ging es dann ganz ohne Jetlag (boah, ich glaub, ich hab das große Los in der Jetlag-Gen-Lotterie gezogen!) erstmal auf den Uni-Campus, der genau so ist wie im Fernsehen. Und, oh mann, ich steh drauf, wenn Dinge so sind wie im Fernsehen! Aber dazu demnächst mehr.

Woran merkt man, daß ich immer noch, trotz weniger Posts, ein echter Blogger bin? Obwohl es noch tausend Sachen für meine anstehende große Reise zu erledigen gibt, blogge ich lieber darüber, anstatt sie einfach zu erledigen ;-)

Nein, eigentlich ist der Koffer schon gepackt, der ESTA-Antrag ist genehmigt (also wird mein Blog bestimmt schon seit Wochen vom CIA überwacht – “hi, guys, I think America is totally great!”), Paß ist schon längst ausgestellt und Vorhandensein wird alle fünf Stunden überprüft, Stecker-Adapter ist besorgt – es kann losgehen!

Wohin geht’s überhaupt? In die großartige Metropole Fort Collins! Nein, leider nicht Fort Knox, sondern ein Städtchen nördlich von Denver, bekannt aus dem Denver Clan. Also mitten in Colorado und am Fuß der Rocky Mountains.

Und wieso? Großartige Forschung natürlich! Ging es vor zwei Jahren noch nach Bern, trifft sich nun die kleine Forschungsgemeinde, der ich angehöre, in Fort Collins. Ich finde ja, man sollte alle Konferenzen in den USA grundsätzlich immer in Los Angeles oder New York abhalten – aber auf mich hört wohl keiner. Na ja, vielleicht in zwei Jahren… Obwohl, dann wird’s bestimmt München… Also erfreuen wir uns an dem was wir haben, durchwandern die Rockies, forschen uns einen Ast, genießen das Hilton (mit on-site Starbucks, ich glaube, ich liebe dieses Land wirklich!) und kurbeln die amerikanische Wirtschaft an!

Morgen geht es los! Ich hoffe, daß ich zwischendurch ein bißchen berichten kann.

Seit Neuestem stelle ich ein Phänomen fest, das mein Leben ziemlich erschwert. Vor allem wenn es mal mit der Forschung und allem nicht so gut läuft, hihi, und man sich ein bißchen mit einem Paar Schuhe aufmuntern möchte. Ganz natürlicher Vorgang.

Ich lebe ja auf recht kleinem (und schlankem und hübschem!) Fuß, allerdings ist die Schuhgröße 36 dann auch wiederum nicht wirklich selten. Keine Untergröße oder so, eigentlich werden die meisten Schuhe rein theoretisch auch in Größe 36 hergestellt (mit Ausnahme von Deichmann oder so, aber billiges Schuhwerk ist sowieso irgendwie traurig, finde ich). Seit einiger Zeit frage ich mich allerdings, was mit diesen ganzen 36er-Schuhen passiert, denn in einem normalen Schuhgeschäft scheinen die nie anzukommen.

Jedenfalls wurden dadurch schon allerhand Anläufe meinerseits, die deutsche Wirtschaft im Allgemeinen und die Göttinger Schuhwirtschaft im Speziellen anzukurbeln, hinterhältig vereitelt. Lachten mir doch allerhand Sandalen und Pumps in den Schaufenstern noch entgegen, um dann auf einmal im Geschäft nicht mehr vorrätig zu sein. Und das ist absolut kein Einzelfall, eigentlich haben sich meine gesamten Schuhkäufe in der letzten Zeit zu einer regelrechten “Jagd” entwickelt, bei der sämtliche Läden und Online-Shops nach einem ganz bestimmten Modell in meiner Größe durchstöbert worden. Übrigens hat man bei Online-Shops häufig das gleiche Problem, ist also gar nicht Göttingen-spezifisch. Die Frage ist aber: Woher kommt das? Alles Schuhfetischisten, die auf putzige Schühchen stehen? Hoffentlich nicht… Oder wird die schiere Masse an kleinen Füßen hier einfach konsequent von Industrie und Handel unterschätzt? Sämtliche Vermessungen der Deutschen deuten ja darauf hin, daß wir im Durchschnitt immer fetter werden – aber auch an den Füßen? Ich denke, wir können feststellen: Anscheinend wird das Volumen der Deutschen immer größer, aber die Grundfläche ändert sich nicht!

Also, liebe Schuhgeschäfte, ordert bitte mehr Schuhe in Größe 36! Vor allem hübsche! Man weiß schließlich nie, wann man das nächste Mal ganz dringend eine Aufmunterung braucht…

Wildparken

Ich denke, dieses Urteil dürfte das Göttinger Stadtbild aufs Heftigste beeinflussen.

Aber keine Angst, lieber Oberbürgermeister, ich stelle mein Rad auch weiterhin auf dem Fahrradparkplatz zwischen den Busbahnhofsplattformen ab. Wer dann gerade aus dem Bahnhof kommt und mein Rad klauen will, muß wenigstens ein Stückchen dafür laufen ;-)

Es geht doch!

Erinnert sich noch jemand an diesen Post? Da war ich aber mal ganz schön böse auf meine liebe Unibibliothek… Aber im letzten Semester haben die auch immerhin vier Euro an mir verdient!

Und anscheinend hat sich das Geschimpfe auch gelohnt. Heute, als ich tatsächlich, aus lauter Angst, im vollen Bewußtsein darüber war, daß ich noch ein Buch verlängern mußte, erreichte mich folgende Mail:

Sehr geehrte/r Frau/Herr Miss Sophie

Sie erhalten diese E-Mail fuer Ihr SUB-Konto
Name: Miss Sophie
Nutzernummer: ****************

Die Leihfrist fuer folgende Titel laeuft in Kuerze ab.

Titel:                                     Signatur:                   Leihfristende:

A user's guide to measure theoretic prob   2002 B 518                  13-03-2009

Bitte verlaengern Sie die Leihfristen in Ihrem Benutzerkonto
(http://opac.sub.uni-goettingen.de/loan/DB=1/LNG=DU/USERINFO_LOGIN)
oder geben Sie die Buecher bis zum Leihfristende zurueck.
Ansonsten entstehen Mahngebuehren.

Ja Mensch, da hat sich doch wirklich mal was getan. Toll, wenn so konstruktiv mit Kritik umgegangen wird ;-)

Kühlschrankreflex

Letzte Woche hat der Kühlschrank von meinen Eltern seinen Geist aufgegeben. Alles an sich halb so wild, denn sie hatten immerhin einen Ersatzkühlschrank zur Hand (der allerdings nicht in ihrer Küche, sondern ein paar Räume weiter war) und heute kommt auch schon unser Gas-Wasser-Sch****-Elektro-Mann, um einen neuen einzusetzen. Naja, immerhin bot das für sie Unannehmlichkeiten für drei Tage und für mich, nach meiner Anreise zum Wochenendbesuch gestern, noch für einen Abend. Um das Öffnen eines kaputten Kühlschranks zu vermeiden und eine angeblich irgendwie verzogene Türverkleidung zu schonen, wurde die Tür des noch kaputten Schranks übrigens von meinen Eltern professionell mit einem Streifen Klebeband zugeklebt. Dabei ist mir was Erstaunliches aufgefallen:

Der moderne Mensch hat einen Kühlschrankreflex! Anders kann man es nicht erklären, daß ich allein gestern abend und heute morgen ungefähr dreitausend Mal versucht habe, vollkommen in Gedanken die dusselige verklebte Tür aufzumachen! Gerne auch schon mal etwas renitent (”Ja, klemmt das blöde Ding denn etwa?”). Das wäre echt mal ein fruchtbares Feld für tiefenpsychologische Untersuchungen! Meine persönliche Theorie lautet, daß Kühlschränke irgendwie, trotz der Kälte und so, Ruhe und Geborgenheit ausstrahlen. Häufig tapert man ja in die Küche und weiß gar nicht so recht, was man eigentlich braucht. Man hat Hunger, Durst oder Kopfweh, aber bevor man genau herausfindet, was der Körper eigentlich gerade will, kann man auch erstmal den Kühlschrank aufmachen und dann überlegen. Ergo öffnet man, erstmal in der Küche angekommen, reflexartig den Kühlschrank und guckt, ob er einem helfen kann. Wenn nicht, dann eben nicht. Wenn doch: alles super! Ein Kühlschrank ist irgendwie auch ein Freund.

Toll, was man alles über sich und die moderne Menschheit herausfinden kann, wenn Haushaltsgeräte ihren Geist aufgeben!

untitledInhalt: Als ein Uhrmacher aus Trauer über seinen im ersten Weltkrieg gefallenen Sohn eine Bahnhofsuhr baut, die rückwärts läuft, wird in New Orleans ein Kind geboren, das alle körperlichen Gebrechen eines alten Mannes aufweist. Der entsetzte Vater legt es deswegen vor einem Altersheim auf die Schwelle. Eine barmherzige Pflegerin zieht den kleinen Benjamin auf und erstaunlicherweise verjüngt sich sein Körper, während sein Geist eine ganz normale Entwicklung vollzieht. Als Jugendlicher (seelisch) und alter Herr (körperlich) verläßt er dann New Orleans, um auf einem Schlepper die Welt zu bereisen. Doch insgeheim zieht es ihn nach Hause zurück, wo seine große Liebe, die Tänzerin Daisy, auf ihn wartet. Sie verbindet eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte.

Kritik: Wie schon häufig erwähnt, bin ich kein besonders großer Fan von Filmen mit Überlänge. Da nützt es auch nichts (und schadet eher), wenn das Cinemaxx eine Pause etwa zur Hälfte des Films einlegt. Lustigerweise wurde durch diese Pause aber auch sehr deutlich, wie unterschiedlich die beiden Hälften des Films sind, und mein Tipp wäre, sich am besten einfach nur zu der zweiten Hälfte in den Saal zu schleichen. Aber der Reihe nach.

Der Film macht es seinen Zuschauern zu Anfang relativ schwer, in die Handlung einzusteigen. Da wäre erstmal die Rahmenhandlung: Wir sehen Daisy auf ihrem Sterbebett, der ihre Tochter aus Benjamins Tagebuch vorliest. Um das Krankenhaus herum tobt Hurrican Katerina. Was das soll, ist schon mal nicht so ganz klar. Die Rückblenden in die Zeit sind sehr artifiziell gehalten, z.T. wurden Effekte eingesetzt, die an alte, verkratzte Filmrollen erinnern, oder Sepia-Tönungen. Insbesondere in den Szenen, in denen dann auch noch Computereffekte wie die “Vergreisung” von Brad Pitt oder das Kriegstreiben auf See eingesetzt wurden, ergibt das einen Effekt, den ich insgesamt ziemlich maniriert fand und der es dem Zuschauer schwer macht, sich mit der “Jugend” von Benjamin Button zu identifizieren. Es ist zwar einerseits schon faszinierend, wie man in dem alten Knaben Brad Pitt deutlich erkennen kann, aber für ein differenziertes Schauspiel läßt die Maske wenig Platz. Außerdem würde ich auch die Handlung im ersten Teil als weniger packend bezeichnen. Der Ausflug auf dem Schlepper im zweiten Weltkrieg erinnert ziemlich an Forrest Gump, der ja auch gerne an Nebenschauplätzen die jüngere Weltgeschichte miterlebt hat, paßt aber nicht so zum Rest der Films.

Kommen wir also zur zweiten Hälfte: Ab hier wurde es dann endlich ein Film nach meinem Geschmack. Keine störenden Special Effects mehr, sondern einfach nur noch eine schön traurige Liebesgeschichte zwischen Daisy und Benjamin. Hier nutzt der Film seine Möglichkeiten, indem er mit den Konflikten spielt, die sich durch die Altersverdrehung für die Beziehung ergeben. In einer besonders netten Szene sinniert Daisy z.B. darüber, ob Benjamin sie noch lieben wird, wenn sie erstmal Falten hat. Ob sie ihn auch noch lieben würde, wenn er an Akne leidet, fragt er zurück. Tragischerweise bleibt Daisy und Benjamin aber nur ein sehr kurzes Zeitfenster, in dem sie etwa gleichalt sind und eine ganz “normale” Beziehung führen können. Danach werden die Liebenden geprüft, wie sie mit der Verantwortung umgehen können, für den anderen evtl. zur Last zu werden. Für diese Fragen findet der Film sehr schöne Bilder und Brad Pitt und Cate Blanchett können auch endlich ohne störende Special Effects aufspielen. Wobei beim sehr jugendlichen Benjamin natürlich auch wieder ein paar Falten wegretuschiert wurden, was aber, muß man schon sagen, zu einem ziemlich umwerfenden Resultat führt… Ach ja.

Also, insgesamt ein paar sehr schöne Szenen, zweite Hälfte auch durchweg nett, aber insgesamt doch einige Längen und 166 Minuten sind ja kein Spaß auf einem engen Sitz, deswegen könnte man vielleicht auch bis zum DVD-Release warten.

Tupperparty

Gestern war ich zum zweiten Mal in meinem Leben auf einer Tupperparty. Man muß die richtig Einstellung zu sowas haben, dann kann das ziemlich spaßig werden. Na gut, ich habe natürlich auch was gekauft. Aber nur echt sinnvolle Dinge und nicht nur überteuerte Plastikschüsseln!

Besonders toll an Tupper finde ich ja die kreative Namensgebung der Produkte. Statt alles “buntes Plastikteil Nr. xy” zu nennen, denken sich die Leute echt die lustigsten Bezeichnungen aus. Man sitzt dann da auf der Party mit seiner ausgeteilten Preisliste und ist manchmal etwas verwirrt. Soviel ist jedenfalls sicher: Derjenige, der sich den Namen “Silikon-Kronjuwelen” ausgedacht hat, dürfte noch nie die Nip/Tuck-Folge gesehen haben, in der Larry Hagman mit seiner Testikel-Prothese unzufrieden ist…

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